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Canons S3IS

Mitte 2006 wurde der Drang zu einem Neukauf immer stärker. Es gab, außer im teuren dSLR-Bereich, aber nichts, was an die Ergonomie meiner DiMage5 rankam. Das fing schon beim genialen Zoomring an, der in Zeiten voll einfahrender Objektive durch irgendwelche Wipptasten oder Drehschalter ersetzt wurde. Und setzte sich fort bei zahllosen Menüs, die in den neuen großen Displays durchforstet werden mussten, statt daß man einfach über Wählschalter, Taster und Wahlrad (fast) alles quasi blind einstellen konnte.

Nur waren 3 MegaPixel langsam rückständig und im Vergleich zu Annettes analoger Kleinbildkamera waren schon Artefakte und mangelndes Auflösungsvermögen erkennbar. Die Bilder waren irgendwie weichgespült-verwaschen. Manchmal. Zu oft.

Mit der Auswahl der neuen tat ich mir lange ziemlich schwer. Für die S3IS sprachen dann aber etliche Gründe. Eine Panasonic Lumix in der selben Preisklasse hätte zwar einen Zoomring gehabt, wurde jedoch wegen starkem Bildrauschen in Tests regelmäßig abgewertet. Dafür war der Drehregler der S3IS dann doch passabel genug, da er auch über zwei Geschwindigkeitsstellungen verfügt und der Motor das Objektiv ganz schön fix bewegt. Dazu kam dann das bewegliche Display für Aufnahmen aus ungewöhnlichen Blickwinkeln1, der riesige Zoombereich von 35-432mm (KB-Äquivalent), der annehmbar große Bildsensor (je kleiner, desto mehr Bildrauschen), die insgesamt annehmbare Bedienung und natürlich die Möglichkeit, per Adaptertubus Filter und Vorsatzlinsen zu verwenden. Und ich gebe zu, daß die komplette Bildbearbeitung (Sacnner, Kamera und Drucker) von einer Firma zu haben auch kein schlechter Gedanke war. Zuguterletzt bevorzuge ich AA-Zellen gerne gegenüber herstellerspezifischen Akkus. Gekauft habe ich sie dann im August 2006 für €403,60 bei Jacob-Elektronik.

Neben universellem Zubehör wie Reinigungstüchern, Pinsel, Speicherkarten, Akkus, Taschen, wasserdichten Taschen, Speicherkarten- und Akkuboxen sowie diversen Ministativen bekam die Kamera folgendes spendiert:

  • Original Canon Adaptertubus mit Streulichtblende
  • Zirkularpolfilter
  • UV-Filter
  • Weitwinkelkonverter WC-DC58
  • Billignachbautubus aus Honkong. Hässlich wie die Nacht finster, aber stabil. Nur leider zu kurz für die gewölbte Weitwinkellinse. Mit den Filtern passte es aber. Außerdem weniger Vignettierung mit Streulichtfilter und Filtern dazwischen bei maximalem Weitwinkel.

Nach kurzer Eingewöhnungszeit war die Bedienung recht einfach. Manchmal zu einfach und ich habe noch im ersten Urlaub etliche Bilder verrauscht, weil ich die Kamera für ein paar Schritte vor der Brust hängen hatte und so versehentlich mehrfach den ISO-Knopf drückte. Später waren mir dann die ungewöhnlichen Verschlußzeiten2 rechtzeitig eine Warnung, aber ärgerlich wars schon. Der Sucher, eigentlich ein kleines Display mit Lupe, war Annette immer ein wenig zu pixelig und in meiner Einstellung überfrachtet. Wobei man Livehistogramm, Daten und Hilfslinien auch ausblenden kann.

Alles in allem bin ich sehr, sehr zufrieden mit der Kamera. Mehr als die 6 MegaPixel braucht es bei dem Sensorformat nicht wirklich, die Bedienung ist bis auf kleine Macken (der berüchtigte ISO-Knopf) sehr gut und wenn man nicht gerade mit Weitwinkelkonverter oder Filtern rumrennt, ist sie sogar relativ kompakt.

Hier noch ein Testbericht bei Steve’s Digicams.

Nachtrag 14.01.2010: Die Kamera und das meiste Zubehör steht derzeit zum Verkauf, da ich jetzt doch in den Spiegelreflexbereich eingestiegen bin. Noch ist alles VHS, demnächst entscheidet das Gebot in der Elektrobucht.

Nachtrag zum Nachtrag: Ist verkauft.

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  1. die DiMage5 hatte immerhin einen nach oben schwenkbaren Sucher []
  2. ich fotografiere meist mit Blendenvorwahl []

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