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Minolta Analogkameras

Warum analog? Die Frage hört man immer wieder und jeder Fotograf hat da wohl seine eigene Antwort.

Warum habe ich mir also gleich mehrere analoge1 Gehäuse zugelegt? Zuerst warum überhaupt. Das magische Wort hierfür lautet „Brennweitenverlängerung“ bzw. „APS-C-Sensor“. Kurz gefasst heißt das, daß der Sensor meiner digitalen Sony 230 nicht so groß ist wie ein Negativ eines Kleinbildfilms. Deshalb ist jede Aufnahme quasi eine Ausschnittvergrößerung jenes Bildes, das eine Kamera im Kleinbildformat aufgenommen hätte. Und diese Vergrößerung, diese scheinbare Veränderung der Brennweite nennt man Brennweitenverlängerung. In meinem Fall beträgt der Faktor 1,5 was heißt, daß ein mit einem 50mm-Objektiv aufgenommenes Bild den Ausschnitt zeigt, den ein Kleinbildfilm mit einem 75mm-Objektiv unter gleichen Rahmenbedingungen abgebildet hätte. Schön im Telebereich, schlecht beim Weitwinkel. Denn da kostet jeder Millimeter weniger Brennweite richtig Geld. Und bringt effektiv nur 0,667mm. Eine Lösung wäre eine sogenannte Vollformatkamera. Bei denen ist der Sensor so groß wie ein Kleinbildnegativ und somit der ganze Brennweitenverlängerungszauber hinfällig. Hinfällig wäre dann jedoch auch ein vierstelliger Betrag auf meinem Konto.

Es muß doch eine kostengünstigere Lösung geben? Eine, die einen Freund von Technik aus der Kindheit der Digitaltechnik zusätzlich reizt? Ja, klar. Eine alte analoge Spiegelreflexkamera. So stöberte ich ein wenig auf ebay und in diversen Foren. Daß es eine Minolta Autofokus sein musste, war eh klar. Nur so könnte ich die bereits vorhandenen Objektive zumindest teilweise2 nutzen. Schnell erkannte ich dank Wikipedia, daß es fünf Generationen dieser Kameras gab. Mehr dazu bei den einzelnen Kameras.

Fakt ist nur, daß ich u.a. bei zwei Auktionen lächerlich geringe Beträge geboten hatte, um sie so im Auge zu behalten. Dann schlug ich bei einem Sofortkaufangebot zu und erstand – wenn schon oldschool, dann richtig – eine Dynax 7000i für schlappe 14,99€. Aber die Einleitung lässt es schon ahnen: Jene zwei Auktionen endeten mit mir als Höchstbietendem und so gesellten sich noch eine Dynax 5xi für 9,50€3 und eine Dynax 5 für 13,39€4 zur Sammlung, die nie eine hätte sein sollen.

Somit habe ich je eine Kamera aus der zweiten, der dritten und der fünften (und letzten) Generation. Jede hat ihre Eigenheiten, jede ihre Vorzüge, aber keine hat alle. So fällt es schwer sich für eine zu entscheiden. Im Gegenteil. Die erste Generation ließ ich übrigens aus, da ihr Blitzschuh inkompatibel ist zu den späteren Blitzen und sie technisch der zweiten Generation sehr ähnlich ist. Statt dem Kartenschacht gabs damals noch rustikalere Knöpfe. Die vierte Generation wollte ich auslassen, da ich dachte, für eine möglichst moderne Kamera müsste die letzte Generation genügen. Doch die 5er kann doch zu wenig und ist zu fummelig, während die 7er mit der leckeren Belichtungsvorschau mir schlicht zu teuer ist.

Nachtrag: Just diese drei Kameras gingen zuerst wieder in die Bucht. Denn es kamen doch noch andere. Mehr dazu im Anschluß.

Die vierte Generation kam dann doch noch dazu, gleich mit drei Gehäusen. Erst eine 600si mit dem schönen Bedienkonzept ohne Menüs, nur mit Drehreglern. Dann eine 800si, weil sie einfach (fast) alles konnte inkl. Belichtungsspeicher und diesen mächtigen Blitz eingebaut hat. An die 800si mit Datenrückwand kam ich per Zufall und bevor ich sie auch nur anfasste, war klar, daß natürlich nur eine von den 800ern bleiben wird. Maximal.

Last but not least dann endlich auch die Dynax 7. Das führe ich hier aber nicht noch einmal aus, dafür gibt es die Seite zur Kamera.

An dieser Stelle möchte ich auch noch eine geniale Lösung beschreiben, die Minolta für die Blitzabdeckung und die Sucherabdeckung gefunden hat. Sony hat sie entsprechend auch übernommen. Doch zuerst die Frage, was eine Sucherabdeckung ist und wozu man sie braucht. Den Sucher deckt man dann ab, wenn kein Auge davor ist, damit kein Streulicht über ihn eindringt und zu einer Fehlbelichtung führt. Typisch hierfür sind Selbstauslöseraufnahmen und Langzeitbelichtungen. Also Fälle, in denen man ein Stativ verwendet. Und genau deshalb stört es nicht, daß der Tragegurt nicht benutzbar ist, wenn man die auf ihn aufgefädelte Abdeckung anstelle der Augenmuschel vor den Sucher schiebt. Leider hat man nicht an eine Befestigung für die Augenmuschel gedacht was wohl auch ein Grund dafür ist, daß diese gerne bei gebrauchten Kameras fehlt. Umso geniale jedoch die schlichte Idee, daß die Blitzschuhabdeckung genau in die Sucherabdeckung einrastet. So kann das ca. 2cm x 2,5cm kleine Stück Plastik nicht verlorengehen, wenn man einen Systemblitz aufsteckt.

Hier also noch einmal die Liste für die, die nicht oben im Menü wählen wollen:

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  1. d.h. die Dinger, in die man Filme einlegt, da ist kein Bildsensor und keine Speicherkarte drin []
  2. die älteren, orginal Minolta „Vollformatobjektive“. Aus Kosten- und Gewichtsgründen baut man gerne auch spezielle „Digitalobjektive“, die nur den kleineren Sensor ausleuchten, bei einem kompletten Kleinbildnegativ jedoch am Rand Schatten werfen. []
  3. zzgl. 7€ Versand []
  4. zzgl. 5€ Versand []

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