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Minolta Dynax 5

Die Dynax 5 war irgendwo von Beginn an eine emotionale Sache. In gewisser Weise war sie meine DiMage5 in analog und mit Wechselobjektiv. Nicht nur die Bedienung ist ähnlich, sie hat auch ein silbernes Gehäuse. 😉

Als Mitglied der letzen analogen Baureihe ist sie natürlich modern. Fast schon zu modern. Das ist ihr Nachteil, ebenso wie ihre geringe Größe und das Gewicht. Sie fühlt sich eher nach Plastikspielzeug an als nach ernsthafter Kamera. Und doch kann sie alles am besten. Motivprogramme und Mehrfachbelichtungen funktionieren ebenso ohne Zusatzkarten wie die Veränderung der Customfunktionen1. Allerdings gibt es keinen Datenspeicher. Es gibt wieder nur ein Drehrad2 und der Knopf, mit dem man im manuellen Modus zwischen Blendenwahl und Verschlußzeit wechselt, ist gleichzeitig noch der für die Belichtungskompensation. Auch der eingebaute Blitz funktioniert wie bei der DiMage: Auf Knopfdruck springt er hoch und blitzt immer irgendwie mit und wird per Hand einfach eingeklappt. Auch besticht die Möglichkeit, einen von 7 Fokuspunkten auszusuchen bzw. daß der automatisch ausgewählte im Sucher aufleuchtet. Alles fast wie im digitalen Zeitalter. Doch was sie von den anderen beiden unterscheidet, ist bei modernen Kameras eher ungewöhnlich: Die Abblendtaste. Ist sonst die Blende immer voll geöffnet und schließt sich nur kurz für die Aufnahme auf den eingestellten Wert, so kann man mit dieser Taste die Blende schließen, ohne eine Aufnahme zu machen. Das hat den Sinn, daß man die Schärfentiefe besser beurteilen kann. Ich finde es hilft auch sehr bei der Belichtungssteuerung aus dem Bauch heraus.

Genial ist meiner Meinung nach dennoch das Bedienkonzept, das anfangs auch für die digitalen Kameras übernommen wurde: Auf dem großen Einstellrad links sucht man sich die Einstellung aus, die man ändern möchte. Mit der Taste in der Mitte des Rades „aktiviert“ man die Veränderung, d.h. nur dann verstellt man die Einstellung mit Hilfe das kleinen Rads rechts, das normal die Blenden- und Verschlußsteuerung einstellt. Kein umständliches Menü, praktisch kein versehentliches Verstellen.

Fazit: Eigentlich die Kamera, die alles kann bis auf die Datenspeicherung. Klein und leicht. Zu klein für meine Pranken und bei aller Nähe zur DiMage dann doch zu emotionslos. Insofern würde ich mich von ihr trennen, sollte ich mal eine Dynax 7 ergattern.

Gekauft habe ich sie für 13,39€ zzgl. 5€ Versand von Privat über ebay. Wi bei der 5xi hatte ich bei dem Gebot nicht mit einem Zuschlag gerechnet, es war eher eine Art „verschärftes Beobachten“. Tragegurt samt Okularabdeckung und das gedruckte Handbuch war dabei, die Augenmuschel3 habe ich für 7,25€ nachgekauft.

Auch sie musste der übermächtigen Dynax 7 weichen, wie schon vor zwei Absätzen zu erkennen war. Ihre Seriennummer war 94206029 und als neueste der Kameras (vor der 7) war sie auch die erste aus Malaysia. Consumer-Markt eben…

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  1. Das sind sozusagen Grundeinstellungen der Kamera, darunter so exotisches wie die Frage, ob ein belichteter Film ganz zurückgespult werden oder ein Stück aus der Dose rausstehen soll wie beim unbelichteten Film []
  2. aus den Schiebeschaltern der ersten drei Generationen wurden mal die heute bekannten Drehräder []
  3. wegen den Eye-Start-Sensoren ungewöhnlich geformt []

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