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Minolta Dynax 600si classic

Da hatte ich also drei analoge Kameras. Für eine von ihnen sollte ich mich entscheiden, konnte es aber nicht. Und nun noch eine vierte? Wieso? Und warum ausgerechnet eine der vierten Generation, die ich eh überspringen wollte?

Nun, die 600si ist etwas Besonderes. Sie trieb das auf die Spitze, was mir an der DiMage und der Dynax 5 so gefiel: Es gibt keine Menüs. Alles, wirklich alles1 wird über Drehregler eingestellt. So daß in letzter Konsequenz sogar der Panik-Knopf2 entfällt.Auffällig sind hier die vier Drehregler auf der Oberseite, die auf zwei Achsen angeordnet sind. Belichtungs- und Blitzkompensation sind so ebenso schnell ausgewählt wie das Programm und die Motorsteuerung. Außerdem liegt sie mit ihrer Größe sehr gut in der Hand und hat sogar eine Abblendtaste. Lediglich der Speicher für die Belichtungen fehlt mal wieder. Sie ist definitiv meine Kamera für kreatives, bedachtes Arbeiten. Mit griffbereitem Notizblock. Die fehlenden Motivprogramme stören mich dabei sicher auch nicht, die benutze ich bei keiner Kamera.

Gekauft habe ich sie von einem Händler über ebay, als ich bei eine Auktion für schlanke 22,61€ zzgl. 4,30€ Versand den Zuschlag erhielt. Gurt, Augenmuschel und sogar mal die Blitzschuhabdeckung waren dabei, dafür fehlte ausnahmsweise die Okularabdeckung. Aber von denen habe wohl wirklich reichlich.

Doch da die Dynax 7 auch das übernahm, was mir hier so an der Bedienung gefiel, wird auch die 600si leider überflüssig. Nicht leichten Herzens gebe ich sie wieder in die Bucht. Sie hat übrigens die Seriennummer 58505843.

 


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  1. es gibt Ausnahmen, einige Costumfunktionen werden jetzt über Tastenkombinationen umgeschaltet []
  2. Die mit P beschriftete Taste für die Programm-Automatik. Für den Fall, daß man plötzlich nicht mehr kreativ ist oder weiter weiß und der Kameralektronik alles überlässt bzw. sie anfleht, alles richtig zu machen []