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Minolta Dynax 800si

Was ein Monster und warum eine zweite Kamera ausgerechnet aus der si-Generation, die ich anfangs ausklammern wollte? Nun, sie ist das professionellste, was für kleines Geld zu kriegen ist. Die Dynax 7 und 9 erzielen zum Teil die Neupreise von DSLRs und auch wenn ich nach wie vor auf eine Dynax 71 scharf bin, so erfüllt sie bei mir den Zweck, für den sie produziert wurde: Der Lückenschluß zwischen der professionellen 9xi und der (damals) zu entwickelnden 9. Und obwohl sie so viel kann, traute man sich damals nicht, ihr die 9 in der Produktbezeichnung zuzugestehen. Denn die steht für das professionelle Flagschiff. So gab es keine 900si, sondern eine 800si und ich bin mit ihr ganz zufrieden.

Liegt sie ich so schon nicht schlecht in der Hand, so gönnte ich mir für sie noch einen Vertikalgriff. Nicht nur, weil die Kamera so hochkant deutlich besser in der Hand liegt und die Bedienelemente für diese Format noch einmal dupliziert sind. Denn ich fotografiere selten Hochformat, vielleicht auch wegen der schlechten Handhabung der bisherigen Kameras. Sondern auch weil er eben auch ein Batteriegriff ist. Denn die 800si hat den fettesten je integrierten Blitz2 und da können die Lithiumbatterien ins Geld gehen. Mit dem Griff kann ich normale AA-Akkus einsetzen.

Bedienungstechnisch ist eigentlich alles da. Getrennte Einstellräder für Blende und Belichtungszeit3, die aber im jeweiligen Automatikmodus beide den frei wählbahren Wert verändern. Statt der 7 wählbaren Spots der Dynax 5 hat sie jedoch nur 3 Meßfelder, was aber reichen sollte. Generell ist die Außenseite recht aufgeräumt. Dafür verstecken sich hinter der „Kartenklappe“ – ab der 800si und 600si gab es keine Karten mehr – gleich 8 zum Teil doppelt belegte Tasten. Hier kann man sogar endlich mal den Blitz auf den zweiten Vorhang legen4 und – tadaaaa! – die Daten der belichteten Filme abrufen. Gleich für 9 Filme mit je bis zu 40 Aufnahmen werden alle möglichen Aufnahmeparameter gespeichert, um so wieder angezeigt zu werden. Sehr fein für den Datenhamster, der die EXIF-Header der Scans füllen will. Fehlen eigentlich nur noch Datum und Uhrzeit. Das wiederum können alle analogen Kameras nur in einer Form speichern: Als unauslöschliche Einblendung auf dem Negativ.

Zusätzlich kann man noch drei eigene Einstellungen speichern und schnell wieder abrufen. Für die professionelle Note gibt es noch einen Anschluß für Studioblitze, die ich aber nicht besitze. Die Abblendtaste ist in der Klasse natürlich vorhanden. Somit ist sie eigentlich die Kamera der Wahl. Nur die 5er ist kleiner und handlicher und die 600si hat dieses Retrogefühl. Allerdings hat die 7000i dafür echtes Retro…

Gekauft habe ich sie von privat per bay für 49€ inkl. Versand. Eigentlich seltsam, denn sonst gingen die Gehäuse für mindestens 80€ bis weit über 100€ weg, auch bei Startpreisen von 1€. Ich war hier bei einem Startpreis von eben 49€ der einzige Bieter. Zeigt wieder mal, daß man getrost für 1€ einstellen kann und damit sogar einen höheren Endpreis erzielt. Zumal der Lieferumfang vollständig war: Tragegurt mit Sucherabdeckung, Augenmuschel und Blitzschuhabdeckung. Der Griff kostete mich noch einmal 25,50€ zzg. 5€ Versand. Auch kaum mehr als die Hälfte dessen, was sonst gezahlt wurde.

Etwas schwach erklärt ist übrigens die Teilrückspulung von Filmen. Bzw. deren Wiedereinlegen. Man kann die 800si so einstellen, daß sie den Film nur so weit zurückspult, daß der Anfang noch rausschaut – ganz so, wie man frisch gekaufte, unbelichtete Filme vorfindet. So kann man einen Film, den man z.B. nach 4 Aufnahmen zurückgespult hatte, um einen anderen Film5 einzulegen, weiter verwenden. Nach kurzem Test ergab sich aber, daß die Kamera den teilbelichteten Film nicht selbst bis zum ersten unbelichteten Bild transportiert, sondern man das selbst machen muß. Und dabei wissen sollte, wie viele Bilder auf dem Film sind. Hier sind Notizen extrem wichtig, auch wenn der Datenspeicher ein klein wenig weiterhilft.

Bis zum Eintreffen der Dynax 7 war diese Kamera meine meistgenutzte analoge. Die Siebener wird sie auch nicht ganz ersetzen. Dennoch wird sie gehen, denn per Zufall kam ich an eine 800si mit Datenrückwand. Also wird diese weitergereicht. Die Seriennummer lautet übrigens 56802914.

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  1. Die übrigens nach der 9 rauskam und entgegen der Nomenklatura mehr kann und moderner ist. Sie ist genaugenommen die modernste analoge Minolta []
  2. zumindest bei Minolta []
  3. man fragt sich da eigentlich, warum es entsprechende Automatikmodi gibt, es sollte eigentlich einfach der zuletzt geänderte Wert Priorität haben []
  4. kann sonst von meinen analogen nur die 5er []
  5. Farbe oder Schwarzweiß, anderer ISO-Bereich und so []

7 comments to Minolta Dynax 800si

  • hans rademacher

    hallo ich habe mir auch die Minolta 800si gekauft leider ohne Bedienungsanleitung nun meine frage können si mir Fieleicht helfen wen es geht mit einer kupi in pdf währe echt super net mfg hans rademacher

    • Ich habe selbst nur die englische Version, was für mich mehr als ausreicht. Die englischen Versionen sind eh oft besser (übersetzt) als die deutschen. Würde das helfen?

    • Und merke: Wer Hilfe will, sollte die Folgekommentare lesen (kann man abonnieren) oder eine gültige Emailadresse verwenden. Aber wahrscheinlich habe ich nur meine webmaster-Adresse grad als lohnendes Spamziel deklariert.

  • hans rademacher

    danke für ihre antwort ich habe mir das buch zur Kamera gekauft was sehr ausfürlich ist trotz dem noch mal besten dang für ihre mühe mfg hans rademacher

  • hans rademacher

    ich fersteh nicht ich habe ihre emails nicht abgelent warum sollte ich das tun ?? und was meinen sie mit .. mein plan hat ja auch geklapt mit freuntlichen gruß h. rademacher p.s entschuldigen sie meine Schrift ligt noch am schlaganfal den ich hatte

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