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Letzter Tag Cortina

Ja, wir sind zwischnezitlich in Cortina. Seit Sonntag. Der Schlechtwettertag wurde irgendwie immer nur angekündigt, aber nie wahr. Bzw. es fand sich immer irgendwas, statt einfach mal die Füße hochzulegen und mir etwas Zeit zum Schreiben zu geben. Allerdings auch: Meine frisch überstandene Erkältung hat mich wohl zumindest so weit mitgenommen gehabt, daß ich nach dem Abendessen schneller eingeschlafen bin als Annette. Und das ist normalerweise mein halbes Stündchen für den Reisebericht.

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Heiligkreuz

Heute sollte es etwas leichter werden. Und kürzer. Naja, immerhin noch 600 Höhenmeter. Aber nur wenige Stunden, genau passend für den Regen, der am Nachmittag einsetzen sollte.

Immerhin waren es ein paar Kilometer mehr zu fahren. Samt Baustelle unterwegs und Single Track auf den letzten drei Kilometern.

Der Anstieg ist von Anfang an eher steil und die Aussicht gering. Na gut, später wurde es immer besser. Bis zu den Zillertaler Alpen reicht der Blick, die ebenso leicht wolkenverhangen waren wie immer wieder auch der Peitlerkofel, Sassongher, Sella und Marmolada, die am besten Aussichtspunkt allesamt im Blick sind. Bei Heiligkreuz dann Bratkartoffeln für Annette und ein Radler für mich.

Der Rückweg ging auch erst mal noch bergan und näher an den Steilwänden von Heiligkreuzkofel, Zehnerkofel und wie sie alle heißen. Gegenüber konnten wir immer klarer auch unseren traditionellen Anstiegsweg zum Sassongher erkennen. So richtig regnen wollte es nicht, nicht mal wirklich bedeckt war es. So brutzelte die Sonne immer weiter auf die vom Vortag gerötete Haut.

Auf den letzten 500m wurde es dann doch noch feucht. Aber schon auf dem Rückweg brannte schon wieder die Sonne. In La Villa hatte es gar nicht geregnet, wie man uns in der Unterkunft versicherte.

Insgesamt ein gutes Einlaufen für morgen. Nur die Steigungen sind irgendwie immer noch nervig.

Nachtrag: Eigentlich wollte ich noch das Abendessen abwarten, um es hier zu erwähnen. Bis zum 17.07., unserem letzten Tag in Cortina, kam ich aber nicht mehr zum Bloggen. Deshalb gibt es auch keine einzelne Auflistung.

Fanes-Alm

Was Leichtes zum Aufwärmen und um zu sehen, wo man steht. Das ist immer ein guter Einstieg in den Wanderurlaub. Wie auch immer die Fanes-Alm hier reinpasst. Aber wir entschieden uns dafür, wo wir die Wanderung all die Jahr als für zu leicht verschmäht hatten.

Kurz: Der Anstieg direkt am Anfang ist knackig und als Abstieg am Ende der Wanderung fies. Dann ein stetes Auf und Ab. Nur einmal geht es lange eben geradeaus, so wie die Beschreibung irgendwie für den größten Teil es suggerierte. Am Wendepunkt, dem Rifugio Lavarello, geht es noch mal ein Stück bergab bzw. wieder den Berg hoch. Irgendwo müssen die 700 Höhenmeter ja herkommen. Aber nicht nur das vor Ort gebraute Bier der Hütte oder die Knödel in der Brühe1 entschädigten für die Mühen. Vor allem die ständig wechselnden Aussichten wissen zu begeistern. Wow, immer wieder gibt es was neues, spektakuläres zu sehen.

Ansonsten waren die Mountainbiker nett anzusehen, die ihre Geräte immer wieder bergauf oder bergab trugen. Naja, wenn sie mal fuhren, waren sie ja schnell und unspektakulär vorbei.

Redlich geschafft brauchten wir fürs Abendessen zum Glück2 nicht mehr aus dem Haus, sondern nur noch drei Stockwerke runter. Dort lockten wieder die Salatbar, überbackene Macceroni mit einem Klecks Tomatensoße und ein Schnitzelchen mit Pilzen und Käse drüber, samt Bratkartoffeln und Erbsen dabei. Der Nachtisch war Apfelstrudel. Ach ja, und wieder schmeckte der rote Hauswein, von dem ich gestern eine Literflasche geordert hatte und die aufbewahrt und aufgetischt wird.

Und überhaupt, wenn man sich jetzt über Käse und Konsorten wundert: Selbst wenn ich den Kram zu vermeiden versuche und Extrawürste braten lassen wollte, es würde kaum klappen. Also genieße ich, was ich sonst so konsequent auslassen muß. Gilt auch für das Frühstück. Ist eh inklusive. Da kann man auch zugreifen. Dafür reicht mir ja auch mittags das Radler.

  1. für Annette []
  2. oder nennen wir es Planung? []

Auf dem Weg nach Süden

Südtirol mal wieder. La Villa mal wieder. Die Pension von 2014 mal wieder. Mit all der Planerei und all den Dienstreisen sollte es was werden, das keinen großen Planungsbedarf hat.

Der Weg war auch klassisch. A8 und A7 bis Füssen. Kurz vorm Grenztunnel dann in einem Gewerbegebiet noch mal günstig1 getankt. Und dann die Erinnerung, daß der Sprit in Österreich so viel billiger wie er in Italien teurer ist. Naja, dafür war dann nicht nur der Fernpass überfüllt, sondern auch die Tankstellen an seinem Rand.

Nervig war dann das Navi. Mit frischen Verkehrsdaten aus dem Internet gefüttert meckerte es ständig. Wir wollten die Autobahn bis zum Brenner mit seiner Sondermaut vermeiden. Trotz Hinweisen, daß die Österreicher das nicht mögen und deshalb Landstraßen für den Durchgangsverkehr sperren. Und das Navi nahm eine Straßensperrung zum Anlaß, von einer unvermeidlichen Autobahn zu fabulieren. Letztendlich war es eine kleine Umleitung in die Parallelstraße und hatte eigentlich mit der Autobahn nichts zu tun.

Brenner war trotz Warnungen im Radio dann unspektakulär. Das Pustertal zog sich wie immer, dafür war das Gadertal dann wieder spaßig zu fahren. Pünktlich zum Ende der Radveranstaltung checkten wir in der Unterkunft direkt am Beginn der Straßensperrung ein.

Lecker Abendessen gab es dann noch in der Unterkunft. Wir haben ja Halbpension gebucht. Melone mit Schinken gab es vorneweg, dazu Salat vom Buffet. Das Gnocchi, die eher wie Griesnockerl wirkten und in Butter getränkt waren. Für milchfreie Ernährung gibt es hier eh keine Chance. Kalbsbraten mit Spinat gab es hinterher, dazu Kartoffelpürree. Abschließend Vanilleeis mit heißen Himbeeren. Ich werde es wohl büßen müssen in ein paar Wochen…

  1. für deutsche Verhältnisse []

KTM fast reisefertig

Das heute sollten eigentlich die letzten Handgriffe vor dem Verstauen des Gepäcks werden. Naja, außer einer Pflegeladung der Batterie und dem Anbringen der Hamsterbackentaschen.

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Gadget: Reiserouter

Beginn des Artikels am 07.06.2019

Neulich hatte ich hier darüber sinniert und wenig später festgestellt, daß mindestens eine Firma so etwas herstellt. Also Mist, keine Marktlücke entdeckt. Genervt von der derzeit mal wieder nicht funktionierenden Kombination von Netzwerk der Unterkunft auf Dienstreise, Win10-Update und Fritz-VPN habe ich mich entschieden, mir was zuzulegen.

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Gadget: NAS Synology DS218

Begonnen am 08.09.2018

Ohne j oder + oder play. Das Thema Netzwerkspeicher trieb mich ja schon länger um und erste Experimente mit der Platte an der Fritzbox zeigten, wie praktisch das ist.

Angefangen von allgemeinen Daten bis hin zu natürlich den Bilderdaten, um sie von jedem Rechner abrufen oder bearbeiten zu können. Mal eben Kontoauszüge gleich am richtigen Ort abspeichern unabhängig davon, an welchem Gerät man gerade sitzt, ist eher Luxus und ein angenehmer Nebeneffekt. Aber ja.

Auf die Erreichbarkeit von Außerhalb habe ich erst mal verzichtet, VPN ins Heimnetz regelt da.

Mit 2x4TB ist erst mal Platz und eine gewisse Ausfallsicherheit da. Zusätzlich gesichert wird noch auf eine externen Platte, die nur zu dem Zwecke angeworfen wird und entsprechend wenig Betriebsstunden anhäuft. Mehr dazu aber später mal, wenn alles richtig eingerichtet ist.

Update 07.06.2019:

Bisher nutze ich sicher nur einen Bruchteil der Möglichkeiten. Netzlaufwerk für die Zusammenarbeit von Laptop und Schreibtischrechner, dazu ein wenig Zugriff von den Mobilgeräten. Gelegentlich sogar per VPN von außerhalb. Das ganze gesichert durch gelegentliche1 Backups auf der externen Platte. Und ich nutze das NAS als Ladebuchse für meine Garmin-Sportuhr. Denn bei der Gelegenheit werden automatisiert die Daten runterkopiert. So habe ich neben der Garmin-Cloud im Fall der Fälle alles nochmal lokal auf Platte.

  1. hauptsächlich, wenn wieder ein neuer Schwung Bilder auf den Platten gelandet ist []

Immer wieder mal was Neues auf Bahnreisen

Heute mal ein etwas anderer Sitznachbar. Spoiler: Irgendwie musste ich an Sheldon Lee Cooper denken.

Achwas, eigentlich sogar höflich und nett obendrauf. Saß aber auf meinem reservierten Platz mit dem Rucksack auf dem Platz daneben. Zugegebenermaßen hatte ich mich vertan und dachte, der rucksackbelegte Sitz wäre meiner. Selbst schuld, wenn ich mich derzeit alleinreisend nicht entscheiden kann, ob ich Fenster oder Gang bevorzuge.

Nachdem ich jedenfalls den Sitz für mich reklamiert hatte, wurde geflissentlich geräumt. Unter Umsortierung der gesamten Habe gefühlte fünf Minuten lang, in denen ich verblüfft im Gang stand. Ähnlich bei seinem Ausstieg in Stuttgart: Erst wirkte er aufbruchsgewillt und ich machte Platz, indem ich aufstand. Erklärte auf die Frage, ob ich auch aussteigen würde, daß ich eben nur aus dem Weg gehe. Wieder minutenlanges Genestel auf dem Gangplatz, auf dem ich dann gesessen war, während die Habe umsortiert wurde. Ok. Kannte ich dann schon.

Doch dann kam doch noch ein Sahnehäubchen: Fertig sortiert blieb er auf dem Gangplatz sitzen und wartete auf die Ankunft. Nicht ganz. Es dämmerte ihm dann doch recht schnell, daß er Richtung Tür gehen und mich hinsetzen lassen sollte.

Aber irgendwie schon wieder knuffig in der völlig unbedarften Art.

Gadget: Kamerschnellverschluß

Begonnen am 14.05.2013

Sechs Jahre hat es also gedauert, aber das Haus verliert nichts. Nun denn Bilder sollten noch folgen. Und es sind inzwischen zwei von der Sorte. Doch der Reihe nach.

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Gadget: Reisestativ

Der erste Teil des Textes stammt vom 08.09.2018 und lag dann auf Halde.

Das trieb mich auch schon eine Weile um. Das Manfrotto ist zwar eine Bank, aber wer will schon für jede Gelegenheit einen Geldspeicher mit sich rumschleppen?

Das Winzstativ war zwar ganz nett auf einer Mauer oder so, aber irgendwie doch eingeschränkt. Zudem ist es seit einigen Tagen mit einem Neffen in Oregon unterwegs. Leihweise.

Für rund 45€ habe ich dann doch mal beim Asiaten zugeschlagen. Lieferung direkt in den Urlaub nach Oldenburg zu den Schwiegereltern, soll sich das Teil an der Ostsee bewähren. Kugelkopf mit Arca-Swiss-Platte war auch gleich mit bei, also sofort einsatzfähig.

Die Verarbeitung macht direkt mal einen guten Eindruck. Da wackelt und lömmelt nichts, alles rastet präzise ein. Passt mit einer Länge von 33cm zusammengefaltet gut an den Lowepro CompuTrekker und sicher auch an die Rucksäcke daheim.

Nachtrag vom 29.05.2019

Bewährt hat es sich schon kurz darauf in Hamburg bei der abendlichen beziehungsweise nächtlichen Tour durch die Speicherstadt. Inzwischen rüste ich auch mehr oder weniger von Manfrotto auf Arca um. So kann ich die Kamera nun auch an einem quer verlaufenden Gurt1 am Schnellverschluss einhängen. Aber zurück zum Stativ. Die kompakte Bauform ist wirklich klasse. Ich muß es mal mit dem schweren 600er Tele ausprobieren und spätestens, wenn es auch in den Motorradkoffer passt, kommt es auch auf die Marokko-Packliste. Achwas, ich bastle mir einen Köcher!

  1. Gürtel zum Beispiel []