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Telefontücken

Ja, unser Telefon hat seine Tücken. Aber wir haben wohl auch lernresistente Mitarbeiter(innen).

Ohne es anders konfigurieren zu können nimmt dieser Schnurlosapperat mit jeder Taste einen Anruf an. Im Zusammenspiel mit der Angewohnheit unserer zusammengeschusterten Telefonanlage (uraltes Telekomteil, an dem eine Telefon/Fax/AB-Kombi hängt und an dem wiederum als externes Telefon die Basis für das Schnurlose), das erste Klingeln nur als Relaisklacken in der Telefonanlage im Aufenthaltsraum hören zu lassen kann es durchaus passieren, daß man beim Wählen einer Nummer plötzlich einen Anrufer dranhat. Die sinnvolle Reaktion auf den Verdacht, daß dies geschehen ist, ist sich einfach korrekt zu melden. Eben standardgemäß. „Guten Tag, die Firma Detlev Louis in Karlsruhe,mein Name ist [Vorname Nachname], was kann ich für Sie tun?“. Ein einfaches „Hallo!?“ ist immer falsch. Entweder ist niemand in der Leitung, warum dann also fragen oder es ist jemand dran, dann ist ein einfaches Hallo zu wenig. Erinnert mich aber an meinen ehemaligen Mitbewohner, der die Wohnungstür immer halb abschloss, wenn er den Verdacht hatte, ich wäre noch daheim. Entweder war ich das und musste den Schlüssel zücken, um rauszukommen oder ich war es nicht und die leere Wohnung war halbherzig gesichert. Aber ich schweife ab.

Kollegin will für eine Kundin, die die ganze Zeit daneben stand, was klären. Beim Wählen zögert sie, haucht das grottenfalsche fragende Hallo in den Hörer und bejaht dann gleich drauf herzlich, daß der Anrufer richtig verbunden wäre. Stirnklatschen meinerseits, ich war grad unausweichlich in Hörweite. Nach dem Telefonat die Kollegin auf den Unsinn ihres Tuns hingewiesen, sie gab vor, das verstanden zu haben und gelobte Besserung.
Nächster Wählversuch, selbes Spiel. Diesmal war es jemand aus der Firmezentrale, der anrief – ganz grosses Kino. Und die nebenstehende Kundin fiel vor Lachen um. Immerhin hatte sie noch das Vertrauen, daß die Kollegin sich erfolgreich um ihr Problem kümmern könne. Was sie auch tat, wie ich zu ihrer Ehrenrettung anmerken muss.

Aber der Vorfall erinnerte mich auch wieder an einen (scherzhaften) Ausspruch unseres Filialleiters an genau jene Kollegin: „Oh Gott, Du hast aus Lehm so viele Frauen geformt, warum hast Du für die hier Scheisse genommen?“

Nachtrag: Tags drauf passiert mir genau das gleiche, auch zwei Mal hintereinander und in Hörweite dieser Kollegin. Ein fettes Grinsen in ihre Richtung konnte ich mir beide Male nicht verkneifen. Und mir wäre es auch nicht peinlich gewesen, ein Freizeichen oder Faxpiepen anzusprechen.

Nachtrag zum Nachtrag: Nachtrag heißt zugegebenermassen, daß vom Ereignis bis zur Veröffentlichung etwas Zeit vergangen ist und sich das nachgetragene (obwohl ich normal nicht nachtragend bin) zwischenzeitlich ereignet hat, aber nicht unbedingt separat gebloggt werden muss. Meiner Meinung nach, denn nur die gilt hier. 🙂

Die Körperfresser kommen

Ewig nicht mehr gesehen, den Film. Darum mag ich mich falsch erinnern, aber sahen diese Schwebeteile nicht genau so aus wie diese Wollknäul pflanzlichen Ursprungs, die just seit heute hier rumfliegen?

Genau passend zu meiner Eröffnung der Laptop-Zigarren-Scotch-Balkon-Saison, in deren Zusammenhang dieser Beitrag entsteht.

ec-Terminal

Oder: Was man nicht selbst macht, klappt nicht.

Vor ein paar Tagen haben wir ein neues ec-Terminal bekommen, das das alte wohl von einer der blonderen Kolleginnen der Schwerkraft ausgesetzt worden war. Wobei neu hier relativ ist, es werden ja immer „im Werk überarbeitete“ Geräte verbaut. Wir haben es übrigens nicht einfach nur bekommen, es wurde von dem Aussendienstler, der es mitbrachte, auch montiert.

Das ganze war wohl zweimal schiefgegangen, wie sich herrausstellte. Zum einen kam tags darauf ein weiteres Terminal per UPS, das montiert werden sollte. Tolle Logistik. War aber kein Fehler, denn zum anderen hatte das montierte Terminal wohl einen Wackelkontakt im Kabel, so daß nach Aussage der Kassiererinnen „schon von Anfang an immer wieder“ ein Druckerfehler angezeigt wurde, kein Beleg erstellt wurde und auch unklar war, was denn nun gebucht ist. Immer toll, daß man sowas nach Tagen erfährt, wenn man mal wieder selbst kassiert. „Ging ja bisher, muss man halt einen Zweitausdruck starten, der kommt dann auch meist raus.“ Es gibt Tage, da finde ich das Konzept körperlicher Gewalt sehr verlockend.

Somit hatten wir Glück im Unglück, sprich ein mutmasslich intaktes Terminal in der Filiale und einen wagemutigen Mitarbeiter, der sich dessen Installation zutraut. Mit Hilfe der Hotline klappte das ganz gut. Zwar akzeptierte es keine einzige Art von Karte danach, aber ein aus alter Erfahrung produzierter Reset mit Diagnoseanfrage und Konfigurationsübertragung vom Server brachte wieder alles zum Laufen. 15min Zeitaufwand und keine Technikeranfahrt. Ich will mir ja nicht zu sehr die Schulter klopfen, aber warum werde ich nicht mehr gefragt, wenn irgendwas in der Elektronik nicht stimmt?

Blöd ist, daß wir uns so innerhalb von wenigen Tagen nun die zweite neue 8-stellige KassiererPIN merken müssen, zumal die vom Interimsgerät sehr trivial war. Dafür beginnt die neue mit 0190 und man kann sie singen, was zu stimmungshebenden Momenten führt.

Die Bahn kommt!

Ein leises Rauschen. Ich hatte es schon abgetan, als Annette die neue Strassenbahn verdächtigt. Ein erster Blick konnte es auch nicht bestätigen, aber dann fand sich zwischen Bäumen und Büschen die altbekannte gelbe Blechwand.

Am 27. Mai soll ja Einweihung sein. Heute gesehen haben wir nicht den Schleifzug, sondern den auch erwähnten Niederflurwagen. Ich bin ja mal gespannt auf den regulären Betrieb. Fein wird, daß die Bahn nicht nur im 10min-Takt fährt, sondern an Wochenenden durchgehend alle 30min.

Brille abgeholt

Heute war sie endlich fertig.

Und irgendwie plötzlich alles stressfrei. Bügel wurden angepasst, Restbetrag kassiert, noch ein wenig geplaudert und gut war.

Neulich war da wohl der Frust noch frisch wegen dem verbockten Einbau. Künstlerpech.

Neue Brille

Oder doch nicht. Wir erinnern uns, ich hatte beim günstigeren Optiker eine Brille geordert. Heute sollte sie fertig sein.
Nur mit der Abholung klappte es nicht ganz. Jeder wusste bescheid, eigentlich wollte man mich ja noch anrufen – sie haben beim Einbau das Glas vermackt. Ein Kerl (der erste, den ich dort sah), der chefmässig wirkte, erklärte mir dann, daß in so ein Gestell doch besser Kunststoffgläser gehörten, kein Mineralglas. Ich hatte noch nicht geschrieben, daß man mir, als ich konkret bestellte, doch erst statt der ursprünglich von mir ausdrücklich verlangten mineralischen Kunststoffgläser bestellen wollte? Für schlanke 200€ mehr, als bei der ersten Beratung ausgerechnet?
Jedenfalls müssen ja eh neue Gläser rein und da wollen sie jetzt 2/10 stärkere nehmen. Ohne Aufpreis, nehme ich mal an. Schließlich habe ich für nichts anderes unterschrieben.
Zum Wochenende soll sie fertig sein – ich bin mal gespannt. So viel zum Thema Geldsparen…

TomTom News

Oh, es bewegt sich was. In der Filiale hatte ich noch mit unserem Schulungsleiter über die Trackinggeschichte diskutiert. Er blieb beim offiziellen TomTom-Standpunkt. Das machte es umso süffisanter, als im Test in einer frisch eingetrudelten Motorradzeitschrift das fehlende Tracklog als einziges grosses Manko des Geräts im Vergleich zu Garmin angegeben wurde.

Und passt zur Antwort vom Support. Die Erklärung, wie man Kartenfehler meldet habe ich ja quasi mit „Thema verfehlt, setzen, sechs!“ beantwortet. Inzwischen überlegt man wohl wieder aufgrund des Kundenfeedbacks und der Presse, dieses Feature (wieder) aufzunehmen.

Mal hoffen, daß das nicht einfach nur eine weitere Stufe der Beschwichtigung ist.

Nachtrag: Es ist Januar 2009, ich pflege gerade alte Beiträge ins neue Blog ein, der TomTom Rider existiert inzwischen in der Version 2, sein Betriebssystem irgendwo 3 Versionsnummern weiter und – genau, kein Tracking.

TomTom Support 2

Oder der Peter und seine Windmühle.

Von meinen bisherigen GPS-Empfängern war ich ja gewohnt, daß sie mehr oder weniger automatisch aufzeichnen. TomTom3 auf dem PDA machte dies nach wiederholter und versteckter Eingabe, so daß man oft vergaß aufzuzeichnen, aber es ging.

TomTom Rider zeichnet nicht auf. Vom Automobilbereich kommend, kennt die Firma nur, daß man von A nach B kommen will. Vielleicht über C, D, … um eine schöne Strecke zu fahren und fertig ist für die „die Lösung speziell für Motorradfahrer“. Nein, Tracklogs passen da nicht ins Weltbild. Der Kunde soll einfach wie im Vergnügungspark an der Führungsschiene die als toll verkaufte Strecken abfahren. Einfach aus dem Bauch raus drauflosbrausen in der Gewissheit, daß man dank Navigationsgerät am Ende doch immer wieder das Ziel findet und hinterher schauen, wo denn die Strecken waren, um sie in der nächsten Tour gezielt anzufahren, das kennt man in Holland wohl nicht. Und hat auch kein Verständnis für.
Diesmal habe ich ihnen klipp und klar gesagt, daß ich ohne Tracklog ja auch keine Kartenfehler melden kann. Hilft trotzdem nicht wirklich. Ich bekam eine lange Erklärung, wie man Kartenfehler meldet. Toll.

Geschützt: TomTom Support

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8. Mai

Heute strömten sie wieder in Massen in den Laden, meine lieben Franzocken. Denn die haben heut frei. Denn genau das, also daß sie frei sind, haben sie zu feiern.

Offiziell ist der Anlass das Kriegsende. Also der großartige Sieg der Grande Nation über das faschistische Deutschland. Das bisschen Schützenhilfe durch englischsprachige Länder fällt da im Freudentaumel gerne mal unter den Tisch. Am Ende würde man ja noch anfangen, so wie die Besiegten deren Sprache zu lernen und da wehrt sich der Lurchilutscher an sich ja gerne, wie ich schonmal monierte.

Seltsam nur, daß die beiden verbliebenen Mitarbeiter mit guten französischen Sprachkenntnissen nicht eingeplant waren. Aber unsere Nachbarn waren brave Kunden und bemühten sich unserer Sprache. War also insgesamt recht entspannt. Na dann mal bis zum 14. Juli.