Juni 2018
M D M D F S S
« Mai    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
252627282930  

Archive

Kategorien

Verwirrung

Ein Kollege wollte uns am Hotel abholen, da dies auch an der Strasse liegt, die alte und neue Filiale geradewegs verbindet und er eben von der alten noch was in die neue mitbringen wollte. Allerdings ist die Strasse recht lang und so beschrieben wir die Lage des Hotel mit „an der Kreuzung mit der Strasse, die von der U-Bahn-Station Langenhorn Markt herführt“.

Klar, wir hatten keine Telefonnummern ausgetauscht und er wartete natürlich dann an der U-Bahn-Station. 30 Minuten in den Sand gesetzt und das, wo heute die komplette Helmlieferung anlanden soll. Aber zum Glück eh noch nicht da ist.

"Die wählen bestimmt alle CSU…"

Das ruft eine Person in einem Comic beim Betreten einer bayrischen Dorfkneipe, in der man Auswärtige eher seltener sieht. Und das dachten wir sinngemäß heute, als wir dir Tür des Ecklokals durchschritten. Kein Essen, nur schnell der Form halber was trinken und dann abhauen. Aber denkste, das Spinnrad hat eine ganz gute Küche und so blieben wir. Überbackene Champignonpfanne mit Gorgonzolasosse mag nicht typisch hanseatisch sein, aber Labskaus stand nicht auf der Karte und auch nicht zur Debatte. Der Wirt war auch ein echtes Original, sehr herzig, wenn man mit seinem Humor erstmal warmgeworden ist.
Ansonsten war der Rest des Tages unspektakulär. Lager durchsortieren halt, die meisten Technikartikel waren bereits vereinnahmt worden. Zündkerzen durchsortieren gestaltete sich dann aber schon als erste Geduldsprobe. Die Chefin, eine resolute, aber herzige ältere Dame, bestand hinterher auf eine (pseudo!)-alphabetische Sortierung nach Kennung, nicht numerisch nach Artikelnummer wie ich es kenne und in den Firmenstandards auch vorgeschrieben ist. Hätten sie alles schonmal ausprobiert und nur so, wie sie es in einer Liste bestehend aus Artikelnummern aufskizziert hat, würde man vernünftig arbeiten können.
Mir solls recht sein, machte mir halt nur 80% mehr Arbeit. Aber ich muss ja mit dem System nicht tagtäglich arbeiten, insofern bin ich da einsichtig.

Einsicht

Bis eben standen wir kundenlos zu dritt quasi rum. Naja, die Kollegin und ich weniger, unserer betriebsamen Art entsprechend hatten wir schon angefangen, den Laden abzustauben, Spiegel zu putzen etc., was alles bitter nötig war. Nun darf zumindest ich mit in den neuen Laden. Ist doch immer wieder schön, wenn man mal auch seinen Fähigkeiten entsprechend eingesetzt wird.

Traveling Salesman

Eben doch Salesman. Die Filialleiterin hatte beschlossen, uns Helfer in den alten Räumlichkeiten einzusetzen, damit das Team in den neuen Räumen wirken kann. Grobe Fehlentscheidung meiner Meinung nach und ich erfuhr davon auch nur, weil die mitgereiste Kollegin angerufen hatte. Laut „Marschbefehl“ wäre ich in den neuen Räumen aufgeschlagen.
Das heißt ab neun Uhr werden zwei Leute, die den Laden garnicht kennen, rumstehen und auf verirrte Kunden warten damit die Leute, die den Laden kennen, in einem anderen Laden, den sie auch noch nicht kennen Arbeitsabläufe ausprobieren, die sie im Gegensatz zu uns noch nie ausgeführt haben. Ganz großes Kino.

Ansichtssache

Ich weiß, daß ich im Norden bin, wenn ich ein großes Hefeweizen bestellen muß, um keinen 0,3l-Kinderbecher zu bekommen.

Area 51

Naja, Sales ist eigentlich nicht Sinn der Sache. Es verschlägt mich wieder mal in die Ferne, eine neue Filiale einzurichten. Neu? Nicht ganz, diesmal ist es ein Filialumzug. Wobei erst richtig um-, sprich aus den alten Räumlichkeiten ausgezogen wird, wenn am neuen Standort eröffnet ist. Schauplatz des Geschehens ist Hamburg.
Nichtsdestotrotz ist das Procedere das selbe: Ware aus dem Zentrallager in Empfang nehmen, auspacken, kontrollieren und ordentlich einlagern. Nicht alltäglich, aber eine gewisse Routine habe ich da mittlerweile schon.
Etwas außerhalb der Routine war heute die Anfahrt. Eben weil sie heute war. Normalerweise reise ich ja montags an, aber da ich am Freitag noch zur Megafete und somit früh weg will, kam mir das gelegen. Annette verständlicherweise weniger. Immerhin hatte ich ab Mannheim dann doch einen Sitzplatz, auch wenn unser Sekretariat bzw. Filialmanagement etwas zu spät in die Gänge kam, um für diesen großen Reisetag nach dem langen Wochenende noch eine Platzreservierung zu bekommen.
Hotel ist recht unspektakulär. Garni, aber mit wohl hinreichend Futterkrippen in Reichweite. Außerdem muß ich ja gemäß „Marschbefehl“ (eine liebevolle Zusammenstellung relevanter Daten, also nicht nur Hotel- und Filialadresse, sondern z.B. auch ein kopierter Netzplan der U-Bahn mit angemarkerten Linien und Haltestellen) eh 3 Haltestellen mit der Bahn fahren, da kann ich auch eine Wochenkarte für den Großkreis Hamburg nehmen und bin somit mobil. Und da noch eine Kollegin mit angereist ist, kann es schonmal nicht so langweilig werden. Und genug Privatarbeit habe ich mir auch mitgenommen.
Aber ich drifte ab, ich wollte ja auf die Überraschung beim Einchecken raus. Mit dem Schlüssel für Nummer 51 bewaffnet verabschiede ich die Kollegin vor ihrem Zimmer und gehe drei Türen weiter. Sah ganz brauchbar aus drinnen, halbwegs geräumiges Doppelzimmer. Nur etwas unordentlich. Unordentlicher, als ich es verlassen würde. Wie es sich herrausstellte, lag in dem Fach für mein (aufgeräumtes) Zimmer Nummer 50 der 51er Schlüssel. Kann passieren, die waren wohl Samstag auf Sonntag voll belegt und haben heute erstmal nur die Zimmer richten lassen, die neu belegt werden sollten.

Geschützt: Sauerei

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein:

Ein kleines gallisches Dorf…

… in Dänemark. bo-concept. Erinnert sich noch wer an den letzten Stand des Schranks?

Wer kennt ihn noch, diesen Ausspruch? „Gehe nach Rom, gehe zu Caesar und sage ihm, ganz Gallien ist besetzt. Er wir Dich fragen ‚Ganz Gallien?‘ und Du wirst lächeln und sagen ‚Ganz Gallien!‘ Caesar wird Dich dafür reich belohnen“

Bei bo-concept reicht es derzeit nur für die Löwen im Circus. Anruf am Dienstag ergebnislos, Rückruf fand nie statt. Gestern angerufen, auf Rückruf verzichtet und stattdessen 10min in der Leitung gewartet: Kein Ergebnis. Immerhin Rückruf auf dem Anrufbeantworter mit der Info, daß man immer noch nichts weiß.

Heute sind wir da schon weiter. Vier Wochen würde es noch dauern, dann wäre es vom Zulieferer in Dänemark. Eine Woche später dann in Stuttgart. Macht nach meiner Rechnung mindestens 6 Wochen ab heute bis die Teile in Karlsruhe sind. Also insgesamt 10 Wochen seit Reklamation.

„Wegen 2-3 Wochen baue ich nicht zusammen und wieder auseinander…“ Pustekuchen. Ich bin jetzt offiziell unleidig. Wegen deren Liefertermine leben wir dann über ein Vierteljahr aus Pappkartons bzw. offenem Schrank. Sie hätten grad so viel zu tun, die Produktion läuft in drei Schichten, alles überlastet. Expandieren ist wohl nicht, denn mit dem Kundenservice bleiben Folgeaufträge sicher aus und dann reicht die kleine Werkstatt wohl wieder.

Brief von der Geschäftsleitung

Sogar nach Hause und nicht über die Hauspost. Ist aber auch richtig so, wenn Zahlen genannt werden, die mit Eurozeichen versehen sind. Es geht zwar nicht um die monatliche Zahl, sondern um was Einmaliges, aber passt somit zur Ursache.

Einer der beiden Geschäftsführer bedankt sich außer mit der Zahl auch mit vielen netten Worten dafür, daß ich ein Overlay für den TomTom Rider erstellt habe, mit dem alle Filialen unserer Kette angesteuert und auch angerufen werden können. Hatte ich eh quasi als Fingerübung gemacht. Easy Money für die anderthalb Stunden Arbeit.

Telefontücken

Ja, unser Telefon hat seine Tücken. Aber wir haben wohl auch lernresistente Mitarbeiter(innen).

Ohne es anders konfigurieren zu können nimmt dieser Schnurlosapperat mit jeder Taste einen Anruf an. Im Zusammenspiel mit der Angewohnheit unserer zusammengeschusterten Telefonanlage (uraltes Telekomteil, an dem eine Telefon/Fax/AB-Kombi hängt und an dem wiederum als externes Telefon die Basis für das Schnurlose), das erste Klingeln nur als Relaisklacken in der Telefonanlage im Aufenthaltsraum hören zu lassen kann es durchaus passieren, daß man beim Wählen einer Nummer plötzlich einen Anrufer dranhat. Die sinnvolle Reaktion auf den Verdacht, daß dies geschehen ist, ist sich einfach korrekt zu melden. Eben standardgemäß. „Guten Tag, die Firma Detlev Louis in Karlsruhe,mein Name ist [Vorname Nachname], was kann ich für Sie tun?“. Ein einfaches „Hallo!?“ ist immer falsch. Entweder ist niemand in der Leitung, warum dann also fragen oder es ist jemand dran, dann ist ein einfaches Hallo zu wenig. Erinnert mich aber an meinen ehemaligen Mitbewohner, der die Wohnungstür immer halb abschloss, wenn er den Verdacht hatte, ich wäre noch daheim. Entweder war ich das und musste den Schlüssel zücken, um rauszukommen oder ich war es nicht und die leere Wohnung war halbherzig gesichert. Aber ich schweife ab.

Kollegin will für eine Kundin, die die ganze Zeit daneben stand, was klären. Beim Wählen zögert sie, haucht das grottenfalsche fragende Hallo in den Hörer und bejaht dann gleich drauf herzlich, daß der Anrufer richtig verbunden wäre. Stirnklatschen meinerseits, ich war grad unausweichlich in Hörweite. Nach dem Telefonat die Kollegin auf den Unsinn ihres Tuns hingewiesen, sie gab vor, das verstanden zu haben und gelobte Besserung.
Nächster Wählversuch, selbes Spiel. Diesmal war es jemand aus der Firmezentrale, der anrief – ganz grosses Kino. Und die nebenstehende Kundin fiel vor Lachen um. Immerhin hatte sie noch das Vertrauen, daß die Kollegin sich erfolgreich um ihr Problem kümmern könne. Was sie auch tat, wie ich zu ihrer Ehrenrettung anmerken muss.

Aber der Vorfall erinnerte mich auch wieder an einen (scherzhaften) Ausspruch unseres Filialleiters an genau jene Kollegin: „Oh Gott, Du hast aus Lehm so viele Frauen geformt, warum hast Du für die hier Scheisse genommen?“

Nachtrag: Tags drauf passiert mir genau das gleiche, auch zwei Mal hintereinander und in Hörweite dieser Kollegin. Ein fettes Grinsen in ihre Richtung konnte ich mir beide Male nicht verkneifen. Und mir wäre es auch nicht peinlich gewesen, ein Freizeichen oder Faxpiepen anzusprechen.

Nachtrag zum Nachtrag: Nachtrag heißt zugegebenermassen, daß vom Ereignis bis zur Veröffentlichung etwas Zeit vergangen ist und sich das nachgetragene (obwohl ich normal nicht nachtragend bin) zwischenzeitlich ereignet hat, aber nicht unbedingt separat gebloggt werden muss. Meiner Meinung nach, denn nur die gilt hier. 🙂