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Verschleppt

Oder: Zurück aus Franzockistan

Gestern sind wir zu gemässigter Zeit aufgebrochen, um eine kleine Wanderung im Elsass zu machen. Annette wollte sicherheitshalber Übernachtungsgepäck dabei haben. Mit sowas rennt sie natürlich offene Türen ein bei jemandem, der schon zig Kilometer eine NATO-Notfallration mit sich rumträgt für den Fall, daß man irgendwo mal festsitzt. Kann ja viel passieren bei so einer Wanderung.

Im Laufe der über 100km Anfahrt hatte ich zugegebenermassen Probleme mit der Verhältnismäßigkeit. Geplant war eine kleine Wanderung von laut Wanderführer 3 Stunden. Knapp 4 Stunden Fahrt dafür hin und retour sind schon heftig. Die Burg Geroldseck war schön und die Runde zum Aussichtsturm auf dem Brotschberg genau richtig für den Start in eine neue Wandersaison. Aber verlaufen haben wir uns gelegentlich für einige Meter. Der durchschnittliche Lurchilutscher markiert seine Wanderwege nicht so gewissenhaft wie der Südtiroler und zugegebenermassen haben wir auf detailliertere Wanderkarten verzichtet.

(An dieser Stelle sei gesagt, daß mich eine gewisse Hassliebe mit den Franzocken verbindet. Mit den Elsässern speziell. Teils aufgrund eigener Unzulänglichkeiten, könnte ich doch nach über dreißig Jahren in Grenznähe und zwei Jahren Sprachunterricht in der Schule so viel gelernt haben, um mich zumindest etwas weniger rudimentär zu verständigen. Teils aber auch wegen der Sturheit der Grande-Nationalisten, einfach um das Verrecken keine Weltsprache wie Englisch lernen zu wollen in dem Irrglauben, ihr eigenes Genuschel wäre eine. Was die Elsässer speziell macht ist ihre Gabe, Deutsch zu verstehen oder gar zu sprechen je nachdem, wie opportun es ist.)

Jedenfalls als wir so durch den linksrheinischen Forst stiefelten eröffnete Annette mir, daß es von ihr beschlossene Sache sei, vor Ort zu übernachten und noch einen Wandertag dranzuhängen. Nix mit Motorradtour am Folgetag, das kann warten. Genauso wie der ganze Kram daheim. Es lag weniger an meiner Abneigung gegen die Idee an sich als an der Taktik, daß ich nicht anders konnte als brummelig zu sein. Sponate Unterkunftssuche bei den Erbfreunden ist nicht so mein Ding. So einigten wir uns, die Richtung zu meiner pfälzischen Heimat einzuschlagen. Sollten wir nichts finden, wären wir gleich vor Ort für einen gemütlichen Familientag.

Anders kam es aber zum Glück. Im Ort für die geplante zweite Wandertour angekommen erwies sich die Logierempfehlung des Wanderführers als reichlich teuer und ausgebucht. Ein netter Familienbetrieb hatte nur noch ein kleines Kämmerchen mit einem dann doch zu kuscheligen, lies kleinen Bett. Dafür war gegenüber noch was frei. Zimmer war ok, wenn auch sehr seltsam „modernisiert“, sprich geflickschustert. Was solls.

Dinieren wollten wir dann doch wieder auf der anderen Strassenseite. Frische Zutaten aus biologischem Anbau, meist sogar eigenem und leckere Gerichte versprach die Karte. Und das ganze in einem Ambiente, das sehr familiär wirkte. War es auch in gewisser Weise: Die Kehrseite der Medallie ist nämlich, daß es im Hotelrestaurant zutatenmäßig nur für die Hotelgäste reichte. Sagte man uns zumindest.
So landeten wir dann im Restaurant unseres Hotels. Das war gut gefüllt und versorgungsfähig. Vielleicht war mein Zander ja tiefgefroren gewesen, jedenfalls war er lecker in seiner Sauerampfersosse. Zusammen mit dem großen Vorspeisensalat und dem Kougelhopf aus Eis machte er satt und zufrieden. Der Schoppen Grauburgunder sorgte für Bettschwere und so konnte der Tag wohlig enden.

Der Folgetag begann jedoch damit, daß sich eine alte Erkenntnis wieder ins Gedächtis rief: Der Franzmann an sich kann nicht wirklich frühstücken. Nicht, daß ich ein großer Frühstücker wäre, daheim fällt es meist aus. Aber in Hotels ist das was anderes. Kollegen können die einstündige Beanspruchung des reichhaltigen Buffets meinerseits im Holiday Inn in Fulda, in dem unsere Firma zu schulen pflegt, bestätigen. Komisch gewickelter Krümelteig (Croissant), kleine Stangenbrotscheibchen und die Abwesenheit von allem, was über Butter, Honig und Marmelade hinausgeht bilden aber kein Frühstück für Champions. Aber auch ganz nett in dem Ambiente. Dafür bekomme ich dann mal wieder Lust auf kannenweise Milchkaffee. Schauplatz des ganzen war übrigens Obersteinbach nahe der Grenze.

Wasigenstein, die Hauptattraktion der Wanderung, ist übrigens recht skurril. Prinzipiell sind es zwei Burgen, die komplett unterschiedlich aufgebaut sind und auch lange Zeit unterschiedliche Besitzer hatten. Jedoch getrennt sind sie nur durch eine Felsspalte, die geschätzte anderthalb Meter breit ist, dafür aber locker 10 bis 15 Meter tief.

Mittagessen im Hotel fiel flach, als wir dorthin zurückkamen, da ja das Auto noch auf dem Parkplatz stand. Hoffnungslos überlastet durch den Feiertagsansturm. Plan B war dann eine Pizzaria in Bad Bergzabern, die aber wohl seit meinem letzten Besuch die Existenz eingestellt hatte. So landeten wir dort in einem Lokal namens „Grum Beer“. Die Umgestaltung des pfälzischen Wortes für Kartoffel sollte den zweiten Schwerpunkt des Lokals, den Gerstensaft, wohl betonen. Das Personal spielte in Überzahl gegen die Gäste und so war schnell was zum Beißen auf dem Tisch. Herzhafte Bratkartoffeln mit Fleischkäse und Spiegelei für mich. Annette hatte wohl ihren Spargelheißhunger am Vorabend noch nicht ausreichend gestillt und schlug nochmal zu.

Der Tag endete beim sogenannten Handkeesfeschd in Lustadt. Dort wird alljährlich der lokalen Spezialität gehuldigt, einem Stinkekäse auf Brot. Pfälzer Küche sollte es da auch geben, aber die Vereine kalkulieren wohl lieber nicht auf Überschuss und somit war am dritten Festtag wenige Stunden vor Feierabend quasi alles ausverkauft. Hat gerade noch zu einer Currywurst für mich und Flammkuchen für die Holde gereicht. Dafür gab es reichlich zu sehen. Gottes wundersamer Tiergarten war zahlreich angetreten. Beim nächsten Besuch in der Pfalz muß ich dem mal einen eigenen Artikel widmen. Unglaublich, was für Gestalten da rumlaufen.

Und so endet in diesen Minuten eine schöne und vielfältige Kurzreise. Urlaub!

Die guten Vorsätze…

… sind hinfällig. Wäre ja auch unhöflich Annette gegenüber, wenn ich bloggen würde, statt sie zu betüddeln. Ansonsten habe ich ja immer etwas Freizeit, in der sie nicht daheim ist oder anderweitig beschäftigt, aber jetzt ist Urlaub. Drum [Kurz|Zusammen]fassungen.

Gesagt sei hiermit nur, daß die Brille beim günstigeren Optiker bestellt ist. „Mein“ Optiker war sehr verwundert, wie der Preis machbar wäre, musste aber eingestehen, daß seine eigene Kundentreue auch nicht groß genug wäre, um, so sei es mal umgerechnet, eine entsprechend lange Zeit mit Arbeit zu verbringen. Sonnenbrille wiederum ist abgeholt. Feine Sache das. Ich hatte noch nie eine in Sehstärke. Ansonsten nur rumkruschdeln daheim. Wir müssen irgendwie raus hier!

Urlaub, Tag 3

Sternzeit… ach ne, dieses allabendliche Einpennen vor Videoaufzeichnungen von Star Trek tut nicht gut. Eine knappe Folge schaffen wir, dann schnarchen wir im Chor.

Heute nicht ganz, ich bin etwas schlaflos und blogge mal wieder.

Massive Einkäufe für den Balkon. Neue Pflanzkübel, um die im Winter geplatzten zu ersetzen. Neue Kräuter. Scharfer Oregano klingt interessant, roter Basilikum soll ja was Feines sein und man mags kaum glauben, es gibt ein CocaCola-Kraut. Noch, denn ohne das eingekringelte R und den Hinweis auf den Markennamen wird ein gewisser Konzern sicher was dagegen haben. Immerhin riecht der Busch nach Berührung genauso wie die Limonade. Wie er sich vor allem geschmacklich im Salat macht, wie es empfohlen wird, werde ich mal testen. Weird. Dazu noch eine Seerose für den großen Kübel, in dem der Weihnachtsbaum nicht überlebte. Der ist inzwischen auf der Deponie wie die Kofferraumladung Verpackungsmaterial vom Schrank, wovon ich am Montag nicht berichtete.
Achja, einen neuen Balkontisch haben wir auch. Eukalyptusholz soll ja auch sehr restistent sein, warum also Teak? Und meinen Lederpflegetick kann ich ja dann auf den Tisch ausweiten, dann kann nichts mehr schiefgehen.

Annette und ich wurden heute vor Gottlieb Daimler getraut. Sozusagen. Wir haben unsere ADAC-Mitgliedschaften zusammengelegt.

(Notiz an mich: Mehr einzelne Artikel schreiben statt Tageszusammenfassungen)

Die Brille ist fast bestellt. Die Sonnenbrille sowieso, das habe ich heute festgemacht. Und dabei feststellen müssen, daß meine Sehstärke von 0,5/0,75 sich auf 1,25/1,25 verschlechtert hat in den letzten 5 Jahren. Dafür ist der Zylinder verschwunden.
Womit ich noch hadere? Ich habe beim Stöbern bei einem Optiker im Einkaufszentrum ein Gestell gefunden, welches mir bei „meinem“ Optiker nicht gezeigt wurde. Sie haben es erst seit wenigen Tagen und ich hatte ja Titanflex strikt abgelehnt, da ich die Bügel irgendwie in den Helm bekommen muss. Diese aber hat einen Titanflex-Rahmen und starre Kunststoffbügel.
„Mein“ Optiker kann die bestellen, würde aber 180€ dafür nehmen. Der im Einkaufscenter hat sie da, nimmt 108€ (kein Zahlendreher!) und bekommt die Gläser eh vom selben Lieferanten, wie ich beim Nachschlagen der Glaspreise erspähen konnte. Da werde ich wohl verhandeln müssen. Ich zahle gerne bei „meinem“ Optiker etwas mehr, aber 72€ Differenz sind mehr als etwas zuviel.

Urlaub, Tag 2

Gut, das wird hier echt ein Tagebuch.

Gemächlich und doch recht erfolgreich war auch der heutige Tag. Statt den gerissenen Bezug der Freischwingerstühle im Wohnzimmer erneuern zu lassen, haben wir in der METRO vier neue abgegriffen. Oder erstmal zwei, die beiden anderen wurden nachbestellt. Der neue Balkontisch rückt auch näher. Ich habe endlich ein paar Hosen, die auch dem Modebewusstsein meiner Holden entsprechen. Dafür wurde ich auch mit Sushi satt belohnt. Ansonsten intensivstes Shopping. Achja, die neue Brille ist auch zum Greifen nah. Und der Balkon wird wieder wohnlich.

Zwei meiner heutigen Beutestücke werde ich später noch genauer vorstellen.

Urlaub, Tag 1

So, das war also quasi der erste richtige Urlaubstag. Im Gegensatz zu unserer Wanderaktion letzten September in den Dolomiten, die hier völlig unterging, haben wir nichts festes geplant.

Den Samstag haben wir schonmal einfach genossen. Es war mein fünfter freier Samstag dieses Jahr und das in der sechzehnten Woche. Dementsprechend wenig gemeinsame Freizeit hatten Annette und ich dieses Jahr. Diese ganzen Aktionssamstage sind echt ein Killer, zumal sie sondersamt auf meine planmässig freien Samstage gefallen sind.

So verging der Samstag eben gemächlich mit Vorräte Aufstocken und unserer ersten gemeinsamen Motorradtour dieses Jahr. Ganze 150km durch den Schwarzwald. Abends frönten wir dann unserem neuen Hobby: Vor dem Fernseher einschlafen. So hartnäckig und konsequent haben wir das noch nie praktiziert.

Sonntag ging auch schnell rum, ein wenig Grillen am frühen Nachmittag mit den Nachbarn und einem weiteren befreundeten Paar, abends wieder Pennen vorm TV. Achso, den Schrank haben wir davor ja endlich größtenteils aufgebaut. Was eine Riesenaktion!

Heute also erst mal den Rest vom Schrank. Was so ging. Er besteht ja aus drei Korpuselementen zu 90, 120 und 90cm Breite. Eines der beiden 90cm-Teile kann nicht zuende gebaut werden, da der Deckel beschädigt ist. Damit ist auch die daran zu montierende Laufschiene der Schiebetüren hinfällig. Genauso wie eine der 90cm-Türen, da eines der 5 Teilsegmente auch vermackt ist. Bis BoConcept in 2-3 Wochen die Ersatzteile liefert, lassen wir den Schrank lieber unvollendet. Die vermackten Teile ein- und wieder auszubauen wäre zu aufwendig. Immerhin ist seit heute fast alles eingeräumt. Auf dem Balkon gings auch vorran. Alles in Allem doch noch ein recht produktiver Tag.

Stressig

Ich hab mir gerade mal meine alte und in letzter Zeit wenig bearbeitete ToDo-Liste gegriffen. Interessant. Ich erweitere sie mal um das aktuelle. Erschreckend. Achja, und sicher langweilig für die, die mich nicht kennen 😉

(cf: „Mental Note“)

  • Schrank aufbauen, reinigen und einräumen
  • Fußleiste montieren (dazu Dremel finden)
  • Konsole nochmal ordentlich anschrauben
  • Premiere kündigen
  • endlich mal das Adapterkabel für den TomTom Rider zu meiner Gegensprechanlage feldwaldundwiesentauglich löten
  • endlich mal den S0-Bus hier im Haus verlegen – seit Monaten steht hier auf dem Schreibtisch mein SX353 ohne Anschluß
  • Tigger wieder zum Leben erwecken. Oder es zumindest mal bei nichtwinterlichen Temperaturen versuchen
  • Tigger endlich die Heizgriffe, die Steckdose und die neue Frontinnenverkleidung spendieren
  • Bei allen Fahrzeugen mal die Bremsflüssigkeit tauschen
  • Der Alpendiva die Heizgriffe tauschen und bei der Gelegenheit endlich mal einen Blick auf den Kabelbaum werfen – noch immer kann ich mit gezogener Kupplung und eingelegtem Gang nicht starten
  • Sturzbügel und Motorschutz bei der BMW montieren
  • Mal nach den vorderen Bremsbelägen der BMW schauen
  • Altöl mal entsorgen
  • Das Stromkabel für den Garmin hat sich fast erledigt. Dafür die TomTom-Halterung mal ordentlich anbauen bzw. die fehlenden Teile mal bestellen
  • Die Wanderkarten vom Urlaub letzten September mal kalibrieren. Als Vorraussetzung für das interaktive Fotoalbum
  • mal wieder Blut spenden gehen
  • meine Lederklamotten pflegen
  • den Chilis etwas Zuwendung schenken
  • CDs ordentlich einsortieren
  • die Schreibtischablage…

Eigentlich ist das Vollbeschäftigung für den Urlaub. Aber der soll ja Urlaub sein.

La bestia piccola

Man entschuldige mein Italienisch.

Der Roller ist wieder da. Mit abholbereiten ordentlichen Papieren. Mein Vorbesitzer hatte die Kiste ja gleich als Mofa drosseln lassen, denn der Führerschein war weggetrunken und in dem Alter darf man sowas dennoch fahren. Der TÜV in der Werkstatt hat die Originalpapiere ungültig gestempelt und einen Wisch zur Erlangung neuer Papiere (Mofa) ausgestellt. Was nie geschah. Vorbesitzer bekam seine Pappe wieder, sein Sohnemann entdrosselte die Kiste und die Frau fuhr damit zur Arbeit. Und irgendwann kaufte ich das Teil. Seither hatte ich es vor mir hergeschoben, mir einfach wieder Papiere für 50km/h zu besorgen, zumal es den Versicherungen eh leidlich egal war. Immerhin habe ich jetzt auch so einen Wisch, diesmal für 50km/h und muß nur noch zur Zulassungsstelle. Bei Gelegenheit.

Viel wichtiger aber: Leistungsmäßig war das kleine Stadtluder ja arg unter den Serienstandard abgefallen. Das wurde gleich mit behoben, nachdem das eine oder andere störende Teil „abgefallen“ war. Höchstgeschwindigkeit dank Variomatikanschlag immer noch legal, aber meine Fresse, was zerrt das Vieh plötzlich am Gurt! Klar, kein Vergleich zu meinen Motorrädern, aber um nicht von Autos an der Ampel angeschoben zu werden reicht es. Bei vielen sogar, um beim Ampelstart kein Vollgas geben zu können, wenn sie vor einem sind.

Somit ist es wieder offiziell: Die kleine Kloschüssel darf brav ihre Verschleißteile hinhalten für den Stadtverkehr, die Motorräder werden für richtiges Fahren geschont. Und ich kann jetzt an der BMW bei.

Feedback

Fishing for Compliments? Nö.

Aber da ich immer wieder zu hören bekomme, daß was hier tatsächlich gelesen wurde (und nicht nur jeweils der eine Eintrag, auf den ich verwiesen hatte, um nicht alles nochmal schreiben zu müssen) fände ich Feedback mal interessant. Schließlich ist mittlerweile alles kommentierbar.

Also ihr Leser, ein kurzer Kommentar wäre doch mal was. Und wenn tatsächlich jemand drunter ist, den ich nicht persönlich kenne, dann fall ich rückwärts um. Ehrlich.

Schrank

Oh mein Gott.

Was ein Teil.

Derzeit liegt die Laufschiene für die Türen die Wand längs und an den Enden ist verdammt wenig Platz rechts und links. Von der Tiefe her (und dieses Maß hatten wir garnicht verglichen) reichts wohl noch bis zum Fenster. In der Höhe ist auch nicht mehr viel Spiel, hoffentlich reicht das noch zum Türeneinhängen.

Jedenfalls liegen jetzt ca. 40 Pakete und Päckchen in Schlafzimmer und Arbeitszimmer verteilt rum. Eine knappe Stunde haben die beiden Auslieferungsspezialisten (ist das der pc-Ausdruck für Möbelpacker?) benötigt, um alles in den vierten Stock zu wuchten. Ich erwähnte ja schon, daß wir keinen Fahrstuhl haben? Ich weiß ja schon, warum nach der Zusage „Auslieferung bis ins Zimmer statt Bordsteinkante“ ich nicht mehr weiter gefeilscht habe. Die war Gold wert respektive ein eventuell stattdessen rausgehandelter Hunderter schwer erarbeitet.

Mal gespannt, wie das aufgebaut wirkt in unserem Zimmer.

Free Refill

Find ich ja prinzipiell nicht verkehrt. Viele Franchisenehmer in der Systemgastronomie (lies: Burgerking- und McDonalds-Betreiber) verfluchen das ja. Würde sich nie und nimmer rechnen und es würde nur Schindluder getrieben werden damit.

Bisher konnte ich das nicht bestätigen. Bei IKEA funktionierts.

Ein BurgerKing in der Nähe macht es sogar ganz geschickt: Man wird gebeten, für jeden Refill einen kleinen Obolus von etwa 20ct (wenn ich mich recht erinnere) in die daneben aufgestellte Spendenkasse (Kindertagesstätte? Irgendwas lokales jedenfalls) zu werfen. Macht auch so ziemlich jeder, den ich dort auffüllen gesehen habe. Und der Betreiber verspricht, den Betrag am Jahresende zur Übergabe zu verdoppeln.

Bei Subway gegenüber halte ich mich für genauere Beobachtungen nicht lange genug auf, ich esse lieber im Laden. Nur von einem weiß ich ganz genau daß, wenn er denn mal was zu trinken nimmt, aber nie vor Ort konsumiert, daß er dann einen Becher direkt wegext und nachfüllt. Denn dort wird genau einmal nachfüllen „erlaubt“.

Dann heute ein kleiner McDonalds um die Ecke. Schnell was zum Mitnehmen holen. Böser Fehler, da war wohl gerade Schule aus. Alles voll mit kleinen Blagen und überforderten Müttern. Geschätzter Schnitt 3,x Rotzlöffel pro Geldbörsenträgerin. Ständiges Gerangel an der Zapfstelle, klebriger Boden, Trinken und Nachfüllen nur um mehr als der andere abbekommen zu haben. Und die Muttis waren ja nicht nur überfordert, sondern es wird wohl auch schlicht egal oder zumindest ohne Priorität gewesen sein. Kostet ja nix. Eine ganz andere Welt wie im doch auch recht familienfrequentierten IKEA. Aber genau diese Kinderstube erklärt so manches bei der heutigen Jugend.