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Lob vom Chef

Mein Chef boykottiert den Edeka an der Ecke. Kann ich nachvollziehen und irgendwie verstehen, wie es dazu kam. Sein missionarischer Eifer, andere zum Boykott zu bewegen ist hingegen mehr als grenzwertig. Spätestens seit sich der früher miese Service etwas gebessert hat. Und wird, nicht zuletzt wegen der räumlichen Nähe und mangelnden Alternativen, auch gepflegt ignoriert.

Weswegen mein Chef mich heute im Pausenraum gelobt hat. Schließlich stand auf der Brötchentüte meiner Fleischkäswecken weder Edeka noch der Name des Bäckers, der im Vorraum des Marktes logiert. Er fand das richtig klasse.

Ich habe es einfach nicht übers Herz gebracht. Aber irgendwann, wenn er mich zu sehr ärgert, verrate ich ihm, daß der Name auf der Tüte der des Metzgers im Edeka war.

Und ich wars nicht…

Ich war fasziniert, als ich heute in den Laden kam. Jemand hat endlich gebracht, was ich mir seit Jahren aus verschiedenen Gründen verkneife. Auf dem (nicht unserem) kleinen Motorradparkplatz bei unserem Laden prangt ein gar wunderhübscher Donut. Perfekt bis hin zum schwarzen Strich durch die Mitte, der sich immer blasser werdend bis zur Strasse hinzieht.

Hmmm, Donut....

Hmmm, Donut....

Was mich abhielt? Zuallererst, man scheißt nicht da hin, wo man ißt. Und unsere direkten Nachbarn, ein KÜNSTLERINNEN-FORUM (ja, die schreiben das immer nur komplett groß, wohl ein Kompromiß um sich das KünstlerInnen-Forum zu ersparen) waren da früher immer etwas pingelig. Die ereiferten sich ja schon über den Hauch einer Chance, daß ein mit dem Auspuff zum Schaufenster hin geparktes Motorrad dieses verschmutzen könne. Und die Frauen dort erweckten den Eindruck, als hätten sie Ehemänner in Positionen, die eine Abschaffung des Motorradparkplatzes bewirken könnten. Spätestens wenn ihre Frauen damit drohen, auf die Erfüllung der ehelichen Pflichten zu pochen.

Inzwischen ist unser Verhältnis doch eher gutnachbarlich, wohl auch wegen veränderter Besetzung dort. Und jetzt ist unser Schaufenster ja genauso wie deren bis über zwei Meter Höhe mit Gummikrümeln beklebt.

An mir nagt zwar der Neid, denn ich könnte nur noch nachmachen und das ist nicht das selbe wie beim ersten Mal. Aber ich muß Respekt zollen. Der Donut ist einfach… perfekt.

Geschützt: Endlich drin!

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Geschützt: Gezockt?

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Alzheimer essen Blog auf

Ich muß mir was einfallen lassen. Fast täglich gute Ideen fürs Blog und wenn ich am Rechner sitze, ist alles vergessen. Fast alles. Fieserweise ist noch die Erinnerung da, daß ich mal was Gutes schreiben wollte.

Ja, die Doppeldeutigkeit im letzten Satz ist zu Kenntnis genommen. Auch wenn es keine Absicht war. Gnagna.

Geheimniskrämerei

Tja, mein neues Motorrad war ja ein kleines Geheimnis. Bis eben.

Darum spukten zwei Beiträge als Drafts rum und könnten übersehen werden. Darum hier der Hinweis darauf:

Post ist da

und

Zickige Alpenländerin

Have fun. Mehr Details später mal.

Einkaufswagen

Ich habe ja heute gezweifelt. Ob ich nicht mitbekommen habe, daß man den Pfandeuro neuerdings nicht mehr zurück bekommt. Beim Anstellen an der Aldikasse nicht wirklich wahrgenommen, daß die junge Dame vor mir zwar nur eine Klappbox hatte, die aber gut gefüllt war. Sehr gut sogar. Sportbilly wäre neidisch.

Ohne übermäßig aufgelockert zu wirken, ließ sich locker das ganze Band mit dem Inhalt der Klappbox füllen. Das ganze Band. Die Kassiererin musste warten, bis Madame ganz hinten ihren Kram zurechtsortiert hatte, bevor sie loslegen konnte. Im Schneckentempo, denn das feinsäuberliche Einsortieren der Waren von dem kurzen Tresen hinter dem Scanner geht nicht im klassischen Aldikassiererinnentempo.

Abschließend natürlich noch ein zweiter Bon. Zum Glück sind die Zigaretten bei Aldi ja in Griffweite.

Gabs alles schon irgendwie, klar. Aber dieser Blick. Ich fragte die Kassiererin, ob man neuerdings den Pfandeuro nicht mehr zurückbekommt oder Wagen nur nach Bonitätsprüfung erhält. Faszinierend, wie bös jemand gucken kann. Aberisdochwahr…

So ein Scheiß

Gerade in #rrr aufgetaucht. Als Mitbewohner eines Korkenkackers, der zu selten zurückblickt, bin ich hierfür sehr empfänglich. Guten Hunger noch!

Bester Beitrag von einem gewissen David hier, da nicht direkt verlinkt werden kann:

Die Geisterscheisse: Du weisst, dass Du geschissen hast. Da ist Scheisse am Klopapier, aber keine Scheisse in der Schuessel. Koennte auch „Torpedoscheisse“ gewesen sein, wenn man es plumpsen gehoert hat.

Die Teflonscheisse: Kommt so sanft und weich raus, dass man es gar nicht merkt. Keine Spuren auf dem Klopapier. Du musst in die Kloschuessel sehen, um sicherzugehen.

Die Gummischeisse: Diese hat die Konsistenz von heissem Teer und hinterlaesst widerspenstige Reste in der Kloschuessel. Du wischst Dir den Arsch 18 mal und er ist immer noch nicht sauber. Du endest damit, dass Du Dir Klopapier in die Unterhosen stopfst, um sie nicht zu versauen.

Die Spaetzuenderscheisse: Du hast Dir den Hintern fertig abgewischt und stehst grade auf … als der naechste Schub kommt.

Die Schlangenscheisse: Sie ist glitschig, hat die Dicke eines Daumens und ist mindestens 50 cm lang. Hat das Potential zur Torpedoscheisse.

Die Korkenscheisse: Auch als „Schwimmer“ bekannt: Sogar nach dem dritten mal spuelen ist sie noch da. Oh Gott! Wie wird man sie los? Das Scheissding geht einfach nicht unter. Tritt normalerweisse ueberall auf, nur nicht in der eigenen Wohnung.

Die Wunschscheisse: Du sitzt da mit Ameisen in den Daermen. Du schwitzt, laesst ein paar Fuerze, tust einfach alles … ausser scheissen.

Feuchte-Backen-Scheisse: Diese Abart trifft mit hoher Geschwindigkeit schraeg auf die Wasseroberflaeche auf und spritzt Deinen Hintern nass.

Zementblock- oder „Oohh Gott!“-Scheisse: Kurz nach dem Beginn wuenschst Du Dir, Du haettest eine oertliche Betaeubung bekommen.

King Kong- oder Kommodenscheisse: Dieser Haufen ist so gross, dass er sich weigert, in der Kanalisation zu verschwinden, bevor Du ihn in kleinere Brocken zerlegt hast (ein Kleiderbuegel funktioniert hier recht gut). Passiert ueberall, nur nicht auf dem eigenen Klo.

Die Gehirnblutungsscheisse: Diese Scheisse hat Elvis gekillt. Sie kommt normalerweisse erst dann, wenn man vor lauter Druecken schon abwechselnd rot, gruen und blau anlaeuft.

Die Bierscheisse: Eine der schlimmsten, aber auch haeufigsten Scheissesorten. Sie tritt am Tag nach der Nacht davor auf. Normalerweise riecht sie gar nicht so schlecht, aber das taeuscht.

Die Explosionsscheisse: Du bespruehst die Schuessel von oben bis unten bis sie aussieht als sei sie mit einer Schrotladung Oregano beschossen worden und Du wunderst Dich, wie Dein Loch in so viele Richtungen gleichzeitig zeigen kann. Dann stellst Du fest, dass das Klopapier alle und weit und breit keine Klobuerste in Sicht ist. Passiert auch nur auf fremden Klos.

Inkontinent

So sehe ich gerade aus mit meinen im Schritt durchnässten Hosen. Handschuhe Auswringen will gelernt sein.

Der Reihe nach. An meinen etwas betagten und weitgereisten Handschuhen löst sich eine Naht auf. Und da es sich in dem Preissegment (und zugegebenermaßen auch mit Beziehungen zum Hersteller) durchaus lohnen kann, zu reparieren statt wegzuwerfen, möchte ich die ebendarum einschicken. Meine Erfahrung sagt mir, daß ein guter Pflegezustand durchaus die Reparaturkosten bis hin zur Kulanzlösung senken kann.

Frisch ans Werk, zumal der Chef des Familienunternehmens, das die Handschuhe hergestellt hat, mir mal persönlich erklärte, wie man sie reinigt und pflegt.

Doch seine Methode mit der Lederseife überzeugte mich weniger. Man merkt hier, wie oft ich das schon in die Tat umgesetzt habe seit dem Kauf 2001.

Da erinnerte ich mich einer Flasche Waschmittel, die ich noch im Fundus habe. Für Textil mit Lederbesatz. Na, wenn das dem Leder vom Besatz nichts ausmacht und es reinigt…

Ganz tolle Sache. Zwei Waschbecken voll Wasser mit Waschmittel verwandeln sich in tiefschwarze Brühe. Drei weitere Wasserladungen werden sukzessive klarer. Respekt. Und bevor jemand fragt: Sie haben in diversen Regenfahrten bewiesen, daß das schwarze Leder farbecht ist.

Jetzt werde ich noch den zweiten Handschuh waschen.

Zickige Alpenländerin

Nachdem meine F und ich so viel Spaß miteinander hatten, stand heute trockener Alltag an. Das Maderl wollte Zuwendung in Form von frischem Öl. Und für mich sollte das der erste Ölwechsel bei einem Motor mit Trockensumpfschmierung werden.

Vorneweg: Diesen Alpenseppeln, die das konstruiert haben, sollte man die Krachledernen langziehen. Japanische Kleinsthände mit 8 Gelenken pro Finger kann ich ja inzwischen emulieren, aber das ist schon fast grober Unfug. Vielleicht wäre aber auch eine gute Reparaturanleitung eine tolle Sache.

Der erste Schritt war einfach. Ablaßschraube unten am Motor lokaliseren und erstmal etwas Plastik aus dem Weg schrauben, das kann ich. Und diesmal habe ich sie auch nicht fallenlassen.

Kurzer Einschub: Es gibt diese Altölkanister, die gleichzeitig auch Auffangwanne sind. Mit eingearbeitetem Trichter und Schraubverschluß. Fällt nun die Ablaßschraube in dieses Loch und ist groß genug um es zu verstopfen, gibt das eine nette Ölpest.

Zweiter Schritt: Der Öltank. Als solcher fungiert ein Teil des vorderen Rahmens. Der Auslaß ist sogar ein kleines Röhrchen, schön schräggestellt, wohl damit nicht alles über den Krümmer suppt. Aber ich bin vorsichtig und lege schonmal ein großes Stück Pappe unter. Welches so groß ist, daß es vorne hochkant am Reifen stehen muss. Die Schraube ist lang. Sehr lang. Mit jedem Gewindegang steigt die Spannung. Ich habe die Wanne untergelegt, nachdem ich die andere Ablaßschraube wieder verschlossen hatte. Die Schraube ist raus.

Ganz tolle Wurst. Mit dickem Strahl pißt die Diva auf ihren eigenen Vorderreifen. Versucht es zumindest, aber zufällig ist die Pappe im Weg. Die Wanne läßt sich eben nichtweit genug nach vorne bewegen, da der Reifen im Weg ist. Ölpest. Scheiße. Drecksding.

Großzügig Bindemittel verteilen und weiter zum Ölfilter. Ich traue der Sache nicht. Die Dichtfläche steht senkrecht. Und ja, es suppt ordentlich aus dem Gehäuse. Über einen Schlauch unbekannter Ölresistenz hinter die Abdeckung des Kettenritzels. Wer hat diesen Jodelheinis derart ins Gehirn geschissen, daß sie so ein Filtergehäuse über dem Motor plazieren? Abdeckung weggeschraubt und alles so gut es geht saubergewischt.

Ab jetzt kann ja kaum noch was passieren. Nur noch frisches Öl einfüllen. Hier spucken die Bayern in die Suppe, nachdem der österreichische Teil beendet ist. Zwischen Lenkkopf und Tank eingepfercht, begrenzt auch der Lenker den Zugang. Aber der erfahrene Japanerschrauber läßt sich davon nicht beeindrucken und zückt den Trichter. Mit Filter, weshalb das Öl etwas gemächlich läuft.

2,4l gehen rein, also kann man ruhig mal nach und nach 2l reinkippen, bevor man mit dem Ölstandpeilen anfängt. Kann man wirklich und braucht auch nicht peilen. Der Öltank faßt geschätzte 1,8l bis hin zur Oberkante Einfüllöffnung. Der Rest der 2l nimmt auf Newtons Pfaden interessante Wege. Nicht zuletzt auch der Lüfterpropeller ist ölig.

So, die Pechmarie darf jetzt erstmal abtropfen und ich informiere mich, wo ich sackweise „ölhaltige Restabfälle“ loswerde.