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Rad KW27

12825km gesamt, nur 21km mehr als letzte Woche. Vier Tage mit dem Motorrad unterwegs. Drei Tage zur Arbeit gependelt. Das wars.

Ankunft in Rouen

Bis Samstagabend ist der Koffer für 2 Wochen Normandieurlaub gepackt. Damit diesmal auch wirklich alles dabei ist bemühe ich diesmal auch meine Packliste. Peter hat bereits im Lauf der Woche sein Bündel fertig geschnürt. Er musste ja langfristig vorplanen, da er in der Vorwoche beruflich nach Heilbronn ausgeliehen wurde, anschließend für ein Endurotraining 3 Tage außer Haus war und natürlich den Samstag vor dem Urlaub arbeiten muss. Nach dem Frühstück und der Versorgung der Pflanzen und Tiere kann es endlich losgehen. Noch sind die Außentemperaturen erträglich und in Rouen, dem ersten Reiseziel unseres Normandieurlaubes soll es zwar sonnig sein, aber deutlich erträglichere Temperaturen bis ca. 25° geben.

Die Fahrt zieht sich allerdings, denn an ein paar Stellen wollen wir uns die kostenpflichtige Autobahn der Franzosen ersparen und über die kürzere Landstraße fahren. Zeitlich ist das eher als Verlustgeschäft zu betrachten, denn man muss auch durch die eine oder andere Ortschaft, ein Teil der Strecke ist nicht gut ausgebaut. Die Innentemperatur steigt trotz Klimaanlage immer weiter. Verschwitzt und müde übergebe ich das Steuer an Peter, um in dieser langweiligen heißen Ödnis auf dem Beifahrersitz wegzudämmern. Immerhin habe ich mehr als die Hälfte des Weges gefahren, auch wenn Peter jetzt den unangenehmeren Teil an der Backe hat.

Rouen ist größer als gedacht. Er muss auf unbekanntem Terrain fahren und gleichzeitig das Garmin im Auge behalten. Für einen Sonntag ist ganz schön was los – und für ein Reiseziel ist Rouen erstmal ganz schön häßlich. Aber das gilt zum Glück nicht für die Innenstadt, die ist nach der großflächigen Zerstörung im 2. Weltkrieg liebevoll weitgehend originalgetreu wieder aufgebaut worden.

Gut, unser Parkhaus ist im besten 70er Jahre Betonbarock gehalten, aber als wir nach kleinen Orientierungsschwierigkeiten erstmal unser kleines Hotel gefunden haben ist die Ambientebeauftragte des Lobes voll. Da es im Mittelalter keine Aufzüge gab, muss das Gepäck selbst ins oberste Stockwerk verbracht werden – das ist halt der Preis für das Zimmer in ruhiger Lage mit atemberaubendem Blick auf eine von Rouens Topsehenswürdigkeiten – den Justizpalast im Flamboyantstil. Zu Hause musste ich dieses Stichwort erstmal googeln, so direkt vor meinen Augen ist es ganz einfach zu erkennen: normale Gothik=Kuchen, Flamboyant Gothik = Sahnetorte!

Der Handtuchschwan ist auch ganz süß und tröstet über eine harte Matratze und ein kleines Bad mit Minibadewanne hinweg. Unsere Habseligkeiten sind verstaut, wir erfrischen uns ein wenig, dann knurrt der Magen und fordert ein französisches Menü. Also zurück auf die Gasse. Unser Hotel hätte eigentlich ein angegliedertes Bistro, hat aber heute am Sonntag Ruhetag. Wir sind auf uns allein gestellt, einen Empfang gibt es nicht, die Tür öffnete uns ein per Mail verschickter Code.1

Dass der Sonntag im allerkatholischsten Frankreich nach wie vor einen anderen Stellenwert hat, als bei uns daheim, überkommt uns, als wir an sehr vereinzelten Dönerimbissen oder Asiarestaurants vorbeikommen. Das bedeutet zwar nicht die erhoffte Schlemmerei, aber wir müssten nicht verhungern. Doch schließlich finden wir die Ecke mit ein paar schönen Lokalen – im „La Walsheim“ lassen wir uns schließlich nieder und werden nicht enttäuscht. Vorspeisen, zartes Lamm bzw. saftiger Fisch? werden von leckerem Cidre für Peter und Minztee für Annette in den Magen begleitet. Bei Peters Menü ist auch das Dessert im Preis inbegriffen und wird nicht verschmäht.

Um 23:00 soll die Fassade von „Notre-Dame“ von einer Lichtshow angestrahlt werden, das haben wir uns für den Abend auch gleich vorgenommen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie die Projektion auf einer so unebenen Fläche funktionieren soll, aber es gelingt auf das Wunderbarste. Wir sind sehr beeindruckt, insbesondere von dem ersten Teil der Vorstellung, der die Geschichte der Stadt, bzw. der Kirche vor, während und nach der Eroberung durch die Winkinger beleuchtet. Der zweite Teil befasst sich mit Jeanne d’Arc, die 1431 im Alter von 19 Jahren auf dem Marktplatz von Rouen verbrannt wurde. 24 Jahre später wurde das Urteil aufgehoben und Jeanne zur Märtyrerin erklärt. Seit 1909 wurde sie selig, 1920 sogar heilig gesprochen. Was für eine Karriere post mortem!

Fazit: So darf ein Frankreichurlaub beginnen :-)))

  1. Anmerkung Peter: Den Zuganscode für den Hauseingang, in Frankreich so üblich wie bei uns Schließanlagen, musste ich telefonisch erfragen, weil auf die Mails keine Antwort kam. []

Enduropark Hechlingen

Hier ein kurzer Überblick über den gestrigen und den heutigen ersten Trainingstag.

Gestern kam ich reichlich verspätet aus der Firma. Der Andrang war ein Wahnsinn. Effektiv gegen Viertel nach sechs Uhr abends rollte die bepackte KTM vom Firmenparkplatz. Gerichtet war ja schon alles. Immerhin eine positive Überraschung: Ich hatte 2:45 Stunden als Fahrtzeit in Erinnerung, doch das war die Landstraßenoption. 2:15 Stunden über die Autobahnen ergaben immer noch eine Ankunftszeit von kurz nach halb neun bei bis acht besetzter Rezeption. Kurzer klärender Anruf, alles kein Problem. Es sollten noch Südamerikaner aus Mailand kommend gegen elf ankommen. Armes Personal am Ruhetag. Auf der Bahn lief es erschreckend gut, null Stau und etwas reifenmordend war ich mit generell um die 160km/h1 unterwegs. Der arme K60!

20 Minuten habe ich dann bis zum Hotel rausgefahren. Einchecken problemlos, telefonieren, duschen, mitgebrachten Couscous-Salat zum Abendessen verputzen. Einschlafen vorm Fernseher, irgendwie musste ich runterkommen.

Frühstück ab 07:30Uhr. Ich ließ mir sogar etwas Zeit und ging etwas später. Dafür aber schon untenrum im vollen Ornat und schnappte mir vor der Abfahrt schnell den Crosspanzer, Helm, Handschuhe und Hemdchen. Gab es schon beim Frühstück ein erstes Beschnuppern mit den anderen Teilnehmern, so gabs im Empfang noch mehr davon. Dreißig Minuten erwiesen sich als üppig bemessen, um das Teilnehmerformular noch mal auszufüllen und Kaffee nachzugießen.

Keine Angst, das Training beschreibe ich jetzt nicht minutiös. Zum Gelände kann man sagen, daß man halt viel mit reichlich Auslauf ausprobieren kann. Empfang der Maschinen vor dem „Hangar“. Tja, irgendwie stand mein Name auf keiner. Örks. Irgendwie fand sich aber dann noch in der Ecke bei den 650ern meine und wurde rausgerollt. Erster Kontakt: Wasn Mofa. Ich hatte schon mal eine Einzylinder-F und die war nicht mal tiefergelegt, aber schon recht klein. Auch der Lenker recht weit unten.

So konnte ich bis zur ersten Wasserpause auch kaum richtig stehen. Wenn mir der brave kleine Traktormotor taugte. Der Rest war übrigens bis auf 2 oder 3 800er auf den Boxern unterwegs. In der Pause dann die Frage vom Instruktor, ob ich mich wohl fühlen würde und wie ich auf die 650er gekommen wäre. Kurz mit dem Mech abgeklärt und ich hatte die Möglichkeit, eine 800 zu haben. Schließlich hatte ich die 650er noch nicht dreckig gemacht und auch nicht umgeschmissen.

Allein mein breites Grinsen unterm Helm, als ich vom Hangar zum Empfang über den Schotterplatz staubte, sprach wohl Bände. Gasannahme, langer erster Gang, alles kein Thema. Fast wie daheim, taugt mir. Gut, bergab im Schotter habe ich sie dann bei der ersten Runde durchs Gelände gleich mal hingeschmissen. Ist aber nix passiert. Der Rest war einfach leiwand und meine flache ansteigende Lernkurve2 explodierte nach der Mittagspause förmlich, als es zu den Kamelbuckeln und kurzen Steilanstiegen ging. Auf der Kuppe anhalten, praktisch ohne Bremse nur mit perfekt dosiertem Schwung gelang mir auf Anhieb, als hätte ich mein Leben lang nix anderes gemacht. Endlich mal ein dickes Lob vom Instruktor! Und verhungert bin ich am Hang nur mit Absicht im ersten Übungsteil „Wie rolle ich kontrolliert zurück, wenn ich am Hang verhungere?“. Und auch die Steilabfahrten im Schotter hatten keinen Schrecken mehr. Gut, auf der LC8 mit Aluboxen und Gattin schiebt das wohl anders und ich muß mich ehrlich fragen, wie gut sich das ABS der KTM im Gelände dann wirklich schlägt. Erschreckend, wie gut die BMW da funktioniert.

Wobei ich bei der Rückfahrt feststellen musste, daß ich auf der KTM deutlich einfacher stabil stehe. Und jetzt wird gegrillt und morgen zugesehen, daß ich noch mehr lerne.

  1. wenn erlaubt []
  2. hier zur Verdeutlichung: Ich hatte mich für die Anfängergruppe gemeldet und war hier fast das Schlußlicht []

Rad KW26

12804km, das sind gerade mal 16km seit letzter Woche. Kunststück, Montag bis Mittwoch in Heilbronn, Donnerstag und Freitag gefahren, Samstag überraschend frei1.

  1. Geschichte folgt ausführlicher []

Heil Bronn!

Den Witz wollte ich schon lange mal bringen, ist doch gerade hier an der Grenze zu NeckarSUlm auf den auf den Verkehrsschildern alles mögliche mit „NSU-Irgendwas“ ausgeschildert. Aber zu den Fakten…
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Rad KW25

12788km zeigt der Tacho an, gerade mal 32km mehr als vor einer Woche. Justiert habe ich ihn noch immer nicht und immerhin bin ich diese Woche 2x mit dem Motorrad in der Firma gewesen, um von dort aus direkt zur Werkstatt zu fahren.

Große Inspektion und HU

Nach 20 Monaten musste dann doch mal wieder eine Durchsicht gemacht werden. Hauptuntersuchung war eh fällig und die 500km, die ich eigentlich zu früh dran war, hatte ich bei der letzten Inspektion locker doppelt überzogen gehabt. Und so gibt es eigentlich nichts zu berichten. Der Patient ist keiner, er erfreut sich bester Gesundheit. Aber drumherum gibt es ein paar Kleinigkeiten. Dienstag kurz nach 14Uhr war die Fahrt nach Hagenbach ein Kinderspiel. Aber schon engagierter als sonst, denn ohne die sonst fast obligatorischen Koffer wühlt es sich einfach entspannter durchs Getümmel. Das Leihfahrzeug war dann fieserweise wieder eine 690SMC. Übelste Hooliganware. „Kann man das Ding auch auf zwei Rädern fahren?“ frage ich mich da immer. Die Bremse ist eh ein Gedicht, die Leistungsentfaltung hart, aber fair. Was Motor und Stopper mit dem geringen Gewicht anstellen, ich immer wieder faszinierend.

Entsprechend am Donnerstag morgen die Übung „Im Berufsverkehr zum Laden“. Ellenbogen anlegen statt ausfahren und mit dicker Hose alles herbrennen. Allein schon, wie man mit der 690er lässig innen vollstrecken kann am Rechtsknick nach dem Zirkel ist ein Gedicht, wie es Johann Wolfgang von nicht besser hätte schreiben und sein Götz nicht derber hätte ausschmücken können. Ernüchterung dann im stadtweiten Stau kurz nach 17Uhr. Wenn die versammelte Blödheit so eng und versetzt rumparkiert, daß kein Kinderfahrrad mehr durchpasst, dann ist leider auch mit diesem Knüppel des zurecht Erzürnten kein Durchkommen mehr. Und trotz allem fühlte ich mich auf meinem Zweizylinder gleich wieder wohler. Alles geschmeidiger, statt spektakulär. Effizient statt Show. Und die Bremse der 690er, die mir anfangs immer wieder Pippi in die Augen und die Unterbuxe treibt, bringt die Kiste gefühlt dann doch nicht eher zum Stehen als es die seine mit meinem 990er EisenPlastikschwein macht. Und apropos Bremse, die quietscht plötzlich nicht mehr. Feine Arbeit. Nur ein Schönheitsfehler bleibt: Das „seltsame Gefühl“ beim Losfahren konkretisierte sich so im Bereich der Rheinbrücke zu der Feststellung, daß der Kupplungshebel weiter nach oben gedreht ist als bisher und auch als der Bremshebel. Somit klärte sich auch auf, warum ich den Spiegel links einstellen musste bzw. gar nicht richtig eingestellt bekam. Der hängt mit dran. Da muß ich vor der Fahrt nach Heilbronn mal bei. Und ach ja, 580€ hats gekostet inkl. der TÜV-Gebühren.

Rad KW24

12756km insgesamt, macht schlappe 34km mehr als vor einer Woche. Annette hat mich im Gewitterregen am Freitag abgeholt und damit auch am Samstag wieder in die Firma gefahren. Genau genommen sind es aber mehr, schon seit Wochen. Da ärgere ich mich darüber, daß die neuen Reifen so einen großen Umfang haben, daß sie immer wieder leicht am Schutzblech schleifen, und denke nicht dran, den Tacho auf den neuen Umfang zu kalibrieren. Anhand der typischen, bekannten Strecken geschätzt sind somit die Angaben seit dem 13. Mai um 10% zu niedrig.

Bremendell

Nachtrag zum Sonntag. Wir waren ein wenig mit dem Motorrad unterwegs. Bei Kaiserwetter wollte Annette ihre neue Jacke mit rausnehmbarer rausgenommener Membrane testen. Test bestanden, so viel schon mal. Weiterlesen

Rad KW23

12722km gesamt, macht 60km mehr als vor einer Woche. Am Feiertag kamen ein paar Kilometer drauf durch die Fahrt zum Freibad, ansonsten praktisch reiner Arbeitsweg…