Juli 2020
M D M D F S S
« Jun    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Archive

Kategorien

Marokkanische Kuriositäten: Badarchitektur

Offene Duschen allenthalben, also Klopapier in Sicherheit bringen. Duschvorhang ist quasi gehobener Standard und eine regelrechte Duschkabine (der der Versuch) bestenfalls in Unterkünften nach „Weststandard“ zu finden. Einen Dübel in einer Wand festzubekommen ist für einen Marokkaner wohl ein Ding der Unmöglichkeit. Alles wackelt, ob Duschkopfhalter1 oder Klorollenhalter. Letzterer, also der Blechdeckel davon, wird übrigens aus Prinzip nie geputzt. Könnte ja das wertvolle Klopapier2 nass werden. Am besten sind aber die Fensterchen. Der Schnitt der Zimmer ist der auch daheim bekannte: Tür rein, gleich abzweigen zum Bad und das eigentliche Zimmer liegt vom Flur entfernt. Statt einer aufwändigen elektrischen Lüftung gibt es ein Fensterchen zum Flur3, der recht groß ausfällt. Fiel besonders in Asilah auf: Durch das Fensterchen kann man nicht nur im Flur hören, wie die Befindlichkeit auf dem Pott ist, sondern auch in den umliegenden Badezimmern. Wie in einer öffentlichen Toilette ist man so besser als erwünscht darüber informiert, ob es gerade noch gereicht hat oder gedrückt werden muß.

  1. so vorhanden []
  2. Hygieneartikel sind hier wohl vergleichsweise teuer []
  3. oder nach draußen bei den kleinen Hütten []

Punkt 2

Die Entscheidung ist gefallen. Es wird Punkt 2 aus dem letzten Beitrag. Bei Voelkner hat mich das Ganze dann ohne Speicherkarte1 für 52€. Zuzüglich Kühlkörper, wie ich gerade bemerke. Die werden nur unter ferner liefen bei den passenden Produkten angezeigt und ich habe sie prompt vergessen. Wobei die erst mal nicht dringend sind. Aber ärgerlich und stützt meine These zum Thema Zusatzverkäufe: Der Kunde ärgert sich nur, wenn er sinnvolle Ergänzungen nicht angeboten bekommt selbst nicht dran denkt.

Grund für die Entscheidung: Das NAS beherrscht zwar OpenVPN, aber kein Site-to-Site. Und wäre eh heikel. Den alten Pi könnte ich vielleicht doch dazu bringen, eine OpenVPN-Konfig auszuspucken, die der GLi-Router frisst. Aber inzwischen bin ich vom Datendurchsatz von Wireguard angefixt und tendiere dazu, auf dem Pi dann auch noch gleich PiHole laufen und damit viel Werbung zumindest beim Surfen von der Wohnung aus verschwinden zu lassen. Auch kann der neue Pi dann nahe an den Router rücken und am Fernseher der alte wieder seine alten Aufgaben erfüllen. Alles in allem die bessere Lösung.

So, genug Technikgefasel fürs Erste. Ich schau gleich mal noch, ob ich noch ein paar Textfragmente aus Marokko veröffentlichungsreif aufbereiten kann.

  1. von denen habe ich reichlich über []

Licht am Ende des VPN-Tunnels

OpenVPN könnte ich nochmal testen, hier ist bisher der letzte Stand, daß, obwohl ich (ziemlich sicher) keinen Passwortschutz für die Verbindungsdaten verwendet habe der kleine GLi-Router jammert, er habe keine Shell, um das Passwort abzufragen. Am Aufruf von OpenVPN im Router sollte es nicht liegen, de sollte ja von den Machern der entsprechend nicht interaktive Modus gewählt sein.

Also Wireguard, welches auch deutlich mehr Datendurchsatz bei gleicher Hardware liefern soll. Da hat sich jetzt rausgestellt, daß der einstmals zugelaufene Raspberry Pi ein Model B mit ARMv6-CPU ist und das nicht direkt unterstützt wird. Zu alt und so, von Hand compilieren ist angesagt. Machbar, aber ich will mir das nicht immer wieder geben müssen. Es gibt das zwei Lösungswege:

  1. Zweiter Gli-Router
    Sollte (!) dann Out-of-the-box laufen, der bietet einen Server genau so an wie einen Client. Nachteil: Nix genaues weiß man nicht und ob es ein echtes Site-to-Site ist, was ich ja haben will, oder doch der Server nur einzelne Clients beherrscht, habe ich noch nicht rausbekommen.
  2. Neuer(er) Pi
    Muss ja nicht gleich ein Pi4 für um die 100€ sein. Ein Dreier für derzeit rund 65€ als Komplettsatz täte es auch. Wäre damit 15€ teurer als die erste Lösung mit dem Router, aber deutlich flexibler, weil auch für andere Sachen zu gebrauchen. Der Mediaplayer könnte darauf ja auch installiert werden. Müsste halt nochmal bei fast Null anfangen, wäre es mir aber wert. Ich tendiere dazu.

Zeitplan: Bis zur Bahnfahrt nach Oldenburg soll das Sytsem laufen. Nicht, daß es dafür so notwendig wäre, denn spätestens in OL sind wir wieder mit dem Heimnetz verbunden. Aber es wäre der Testbetrieb. Produktiv1 sollte es dann spätestens bei meinem ersten Einsatz für die Firma wieder sein. Ich will einfach mehr Urlaubsbilder sichten und bearbeiten können bzw. generell das NAS daheim mehr nutzen können.

Für Meinungen bin ich übrigens wie immer offen…

  1. wie man es in einer professionellen Umgebung nennen würde, nicht, daß da viel bei rauskommt []

Winterreifen

… oder was man so nennt. Den Schwalbe Land Cruiser Plus hatte ich ja schonmal drauf und 2018 (hust!) durchgefahren wegen „dreckiger Waldwege und eh fast runter“. Gut, 2019 war die Zeit knapp und die Laufleistung gering. Aber diese orange Linie, die zum Vorschein kam, sollte mir wohl was sagen. Als kleinen Bonus habe ich mir dieses Mal die Variante mit Reflexring gegönnt.

Kurzum, Wechsel klappte ganz gut diesmal. Nur die völlig festgebackene Kette hielt auf und bei den Schaltröllchen muß ich wohl auch endlich mal bei. Einen Ventilausdreher hatte ich nicht greifbar, schaffte es aber, ein Ventil beim Reindrücken so zu drehen, daß es undicht wurde. Also ab in die Tiefgaragen, Werkzeug vom Motorrad holen. Kilometerstand ist 21065 auf diesem Rad. Falls ich mal nachsehen will, wie lange die Gummis halten. Und wobei mir auffällt, daß das Rad keine eigene Seite hat…

VPN nochmal

Nachdem Fritzbox und GLI-Mobilrouter partout nicht den selben Dialekt von VPN sprechen wollen, habe ich jetzt andere Maßnahmen ergriffen. Der gelangweilte Raspberry Pi, der eigentlich als Musikserver an der Stereoanlage hing und gegen das klassische „CD einlegen“ nie ankam, hat nun eine neue Speicherkarte mit einem neuen Image. Und unter anderem PiVPN.

Port wird von der Fritzbox weitergeleitet und die derzeitige Fehlermeldung am Mobilrouter, daß ein Kennwort gefordert wird, aber am keine Eingabemöglichkeit besteht, lässt diesbezüglich mal hoffen. Neues Profil ohne die ansonsten empfohlene Paßworteingabe ist erstellt, muß getestet werden, wenn Zeit ist.

Das mobile Netz ist die 192.168.8 und in der Fritzbox habe ich schonmal als statische Route eingestellt, daß alles für dieses Netz an die 192.168.0.28 gehen soll, welches die IP des Pi im Heimnetz ist.

Müsste dann doch alles korrekt sein?

Lebenszeichen

Nur mal kurz, der letzte Beitrag ist schon länger her und irgendwie fand kein Ereignis und auch kein Gadget den Weg ins Blog.

Zwei Wochen Schweiz locker hinter mich gebracht mit Heimfahrt am Wochenende. Die Chefs waren voll des Lobes wie schon nach St. Pölten. Das schmeichelt, aber irgendwann muß man befürchten, daß die eigenen Fußstapfen so groß werden, daß man sie selbst nicht mehr ausfüllen kann. Vier Inventuren insgesamt folgten noch, Tagesgeschäft im Karlsruher Laden, kurzum: Ich war doch gut beschäftigt.

Privat kommt dazu, daß wir uns ein paar neue Badmöbel ausgesucht haben, die irgendwann im Januar geliefert und angeschlossen werden sollen.

Und wir waren eine Nacht in Saarbrücken und haben uns zwei Tage lang die Völklinger Hütte angesehen. Dabei trafen wir noch eine Ex-Kollegin, was wir hier in der Gegend noch zwei Mal wiederholten. Dazu noch Klassentreffen und schon war die Zeit knapp. Zumal ich hinter den Kulissen kräftig an meinen Daten aus dem Urlaub arbeite.

Auf halbem Wege

Grob gesehen trafen Annette und ich uns da. Luzern und Arbeit ist das Stichwort, aber erst morgen.

Weiterlesen

Der erste Seetag

70km vor Barcelona, 04.10.2019 07:00 Uhr MESZ

Das Wesentliche habe ich schon gestern erwähnt. Netzanbindung ist schlechter als auf der Hinfahrt und als wir mal nahe genug an Land waren, freute ich mich so sehr über die automatisch gesendeten und empfangenen Mails und Kurznachrichten, daß ich nicht daran dachte, den letzten Bericht manuell zu senden. Aber bald kommt Barcelona.

Weiterlesen

Der längste Tag…

… des Urlaubs.

Irgendwo vor Almeria, 03.10.2019 10:45 MESZ (glaub ich)

Notiz an mich und Tip an andere Reisende: In Zeiten sich automatisch umstellender Uhren, bei denen man aber nicht weiß, nach welchem Mond sie gerade gehen wollen, ist auf Reisen durch mehrere Zeitzonen eine gute alte Analoguhr sehr hilfreich!

Wie geplant begann der Tag spät. Frühstück haben wir dann doch vorgezogen, um ohne Unterbrechung das Gepäck richten zu können. Nette Anlage eigentlich, das Hotel. Nur in den Details dann doch wieder etwas vernachlässigt. Um 12 Uhr mussten wir dann draußen sein und schafften es gerade so. 😉 Gemütlich die Nationalstraße nach Norden genommen und dann im Bogen um den Großraum Tanger. Auf das man immer wieder einen Blick hatte. Schon ein Moloch, gut, daß wir da nicht durch mussten. Da ist der neue Hafen Tanger Med außerhalb doch praktischer.

Aber es gab auch schöne Aussichten, auch auf Europa auf der anderen Seite der Meerenge. Da steuerten wir mal ein Cafe an. Entpuppte sich als rustikal, Fernfahrer- und Handwerkerkneipe mit ordentlichem Geräuschpegel. Alles eher spanisch geprägt. Nach einem Getränk war dann trotz schöner Aussicht gut, weiter Richtung Fähre. In einem kleinen Örtchen etwa 10km davor konnten wir die Motorräder noch mal gut parken und genehmigten uns auf der Terrasse ein spätes Mittagessen. Marokkanische Pizza ist auch lecker. Europa rückt immer näher. Wasservorräte aufgestockt und dann endgültig zur Fähre.

Erster Anlaufpunkt ist da ein großer Parkplatz. Hier gibt es nochmal ein Cafe, das eher ein Kiosk ist, Toiletten für die Wartezeit und vor allem die Check-In-Schalter. Da wird das ausgedruckte Onlineticket dann gegen die Bordkarten getauscht. Und hier kann man schön rumtrödeln, bis man endgültig ausreist. Reisetipp hier: Vor der Weiterfahrt noch mal das Gepäck prüfen, ob nicht jemand was dazugepackt hat und man unfreiwillig zum Schmuggler wird.

Irgendwann wird man dann doch nervös. Jeder, der vom Parkplatz losfährt, ist ja vor einem in der Schlange für die Formalitäten. Also dann doch mal weiter. Kleines Häuschen, netter Grenzbeamter, Stempel im Pass. Ausgereist. Gleich darauf eine Schlange vor einem Häuschen. Gruppenweise werden die Kärtchen mit der temporären marokkanischen Zulassung für die Fahrzeuge eingesammelt, abgestempelt und wieder ausgegeben. Dann durchgewunken. Damit wäre dann das Fahrzeug auch ausgereist, Zollprobleme ade. Wir hatten einen Bus gesehen, der auf einem Pannenhilfstransporter angeliefert wurde. Verzollen ist teuer, auch für ein Schrottfahrzeug.

Und wieder eine Warteschlange.

Hinweis: Habe den Tag etwas verbummelt, es ist jetzt 18:40 Uhr und wir fahren bald an Alicante vorbei.

Ja, Warteschlange. Dieses Mal sollte man seine Fahrzeuge in einer Reihe aufstellen und dann fuhr ein LKW mit einem Röntgengerät an der Reihe lang. Das haben sie sich später gespart und nur gefragt, aber bei uns nahm man sich wohl die Zeit. Dann endlich, die Parkstreifen am Anleger. Aufreihen zum Verladen.

Aber wo ist die Fähre? Noch zwei Stunden entfernt verriet eine einschlägige Webseite. Warten. Man kann auch auf dem Motorrad schlafen, ich war aber umtriebig. Noch ein paar letzte Eindrücke sammeln. Zwei schlaue Geschäftstüchtige hatten einen Grillstand neben den Warteschlangen aufgebaut. Und wohl schon Nachschub geordert. Für die ist eine verspätete Fähre natürlich ein Riesengeschäft. Umgerechnet 4€ für ein mit Kefta belegtes Baguette sind natürlich noch günstig im Vergleich zu den 5€ in Karlsruhe, aber im Landesvergleich schon heftig.

Irgendwann legte die Fähre an, war erstaunlich schnell geleert. Wobei die Containerauflieger noch ausgeladen wurden, als wir vom Achterdeck aus das Beladen beobachteten. Die werden mit kleinen Zugmaschinen rangiert, damit nicht der ganze LKW die Überfahrt machen muß.

Genau, Beobachten des Beladens. Motorräder wurden zum Glück wieder reichlich nach vorne gewunken. So waren wir flott an Bord, konnten unser zurechtgepacktes Gepäck nehmen und in der Kabine Einchecken. Noch praktisch ohne Warteschlange. Sah später anders aus. Damit war der entscheidende Schritt geschafft: Gepäck in der Kabine, raus aus den Motorradklamotten1 und nach der Aufregung mal ein wenig auf dem Achterdeck rumlungern. Mal nachschauen, wie lande das noch dauern könnte. Und als Belohnung für alles erst mal gegen die Unterhopfung ankämpfen. Da war dann deutlich nach ein Uhr Ortszeit. Um zwei fielen wir dann in die Kojen. Feierabend. Das Ende der Fahrzeugschlange war auch gerade in Sicht gekommen.

Entsprechend voll ist auch die Fähre, gut was los. Rechtzeitig vorm Frühstücksende klingelte der Wecker, aber alle waren schon wach. Ich hatte es geschafft, mich noch zwei mal umzudrehen und weiter zu schlafen, obwohl ich um kurz nach fünf und um sieben schon wach war.

Frühstück war wie immer italienisch knapp2. Der Fisch vom Mittagessen war nicht so toll, dafür sind die Fritten hier an Bord genießbar. Gegrilltes Gemüse als Antipasti war so lala. Ich hatte das Öl nicht gefunden… Bald geht es schon wieder zum Abendessen. Die Zeit dazwischen vertreiben wir uns mit Plaudereien und gemütlichem Rumsitzen im Schatten auf dem Sonnendeck (ja, genau so). Wir haben noch ein paar andere Motorradfahrer kennengelernt und erzählen uns so unsere Erlebnisse und Pläne für künftige Reisen.

Bis Barcelona soll wohl von der Verspätung wieder einiges aufgeholt sein, wir sind dann wohl noch zwei bis drei Stunden hinterher. Mal sehen, wie es in Genua aussieht. Den Kapitän beim Käptensdinner am letzten Abend fragen fällt hier ja leider (?) aus.

  1. die bei mittlerweile 21°C aber nicht zu warm waren []
  2. ein Winzbrötchen, ein süßes Teil, eine Marmelade oder Honig, eine Butter, ein kleiner Becher Saft und ein Becher Kaffee []

Al Khaima

Nahe Asilah, 02.10.2019 07:30 Uhr Ortszeit

Ich verspüre ein ungewohntes Gefühl: Mir ist kalt. Bei ca. 20°C Außentemperatur. Schon gestern Abend am Meer war es angenehm frisch, als die Sonne weg war. Und ja, spät heute. Frühstück geht bis 10:30 Uhr und ist für 09:30 Uhr von uns geplant. Ich hatte mich noch zwei mal umgedreht und versucht zu schlafen, denn es wird heute spät werden. Abfahrt der Fähre ist gegen Mitternacht geplant. Die Erfahrung aus Genua zeigt, daß das Beladen ca. 2 Stunden früher losgeht und da hatten wir ca. eine Stunde vor Abfahrt uns soweit eingerichtet. Schlaf also nicht vor 23 Uhr, eher später. Nun aber zu gestern.

Weiterlesen