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2005: Dolomiten

Unser erster gemeinsamer Urlaub. Wenn man mal von einem Campingwochenende absieht.

Zeitraum: 11.09.2005 bis 18.09.2005

Anreise: Eigener PKW

Unterkunft: Hotel Villa Alba am Ortseingang von La Villa (Stern)

Wetter: Am ersten Wandertag anfangs nieselig, dann gut. Am letzten Tag Dauerregen, in der Nacht vor der Abfahrt Schnee in den Höhenlagen.

1. Tag: Sonntag, 11.09.2005

Gemütliche Anreise über die Autobahn, Fernpaß und österreichische Autobahn zum Brenner und weiter ins Gadertal. Annette fährt den ersten Teil, ich brenne durch die Bergsträßchen. Abends im Hotel kein wirkliches Wiedersehen. Immerhin ist es vier Jahre her, daß ich mit Ines und Theresia zum Motorradfahren dort war und ein schlechtes Personengedächtnis hab ich eh. Die Wirtin konnte sich aber noch an das dicke Knie nach dem Unfall und ihre gern in Anspruch genommene Hausmedizin erinnern.

2. Tag: Montag, 12.09.2005

Am Crespeina-Joch

Nach dem leckeren Frühstück mit Südtiroler Spezialitäten, an das ich mich sehr wohl noch erinnern konnte Abfahrt ins benachbarte Wolkenstein. Dort dann die Wanderung übers Crespeina-Joch.

3. Tag: Dienstag, 13.09.2005

Mehr eine Autotour an dem Tag. Über den Valparola und Giau fahren wir bis zum Fedaiasee. Am Giau ein größerer Zwischenstop mit ausgedehntem Spaziergang. Vom Fedaia dann mit der Seilbahn zum Fuß des Marmoladagletschers.

4. Tag: Mittwoch, 14.09.2005

Die Autotour am Vortag war mehr eine Verlegenheitslösung, weil wir zu spät startklar waren. Heute jedoch die Königstour: Die Besteigung des Hausbergs Sassongher. Schon 4 Jahre zuvor hatte ich vom Frühstückstisch aus ihn angesehen und sinniert, ob ich den irgendwie besteigen könnte. Unsere Wirtin macht uns Mut, sie wären da schon mehrmals mit Hund hochgewandert. Aber ganz so einfach wars dann doch nicht. Am Abend sind wir so kaputt, daß wir nach dem Duschen bis Mitternacht durchpennen und so das Abendessen sausen lassen.

5. Tag: Donnerstag, 15.09.2005

Es sollte zur Abwechslung was einfacheres werden: Über die Touristenautobahn rund um die Drei Zinnen. Keine wirkliche Herausforderung, wobei es einige Mitstreiter zu leicht nahmen. Mit Sandalen und Stöckelschuhen war man dann doch underdressed. Hungern mussten wir an dem Tag dann auch nicht. Auch wenn die Wegelagerer an der Mautstraße in den letzten vier Jahren dreister wurden. Irgendwie haben die bei der Euroumstellung vergessen, die eine oder andere Null zu streichen.

6. Tag: Freitag, 16.09.2008

Auf Empfehlung unserer Wirtin das Mühlental hoch und im langen Bogen zur Schlüterhütte und zurück. Kurz vor der Schlüterhütte dann übler Nebel bzw. Wolken. Irgendwie gespenstisch. Das damit aber nicht zu spaßen ist merkten wir, als wir den selben Weg nahmen als die vermeintlichen Einheimischen, die uns auf dem Weg zur Hütte entgegengekommen waren. Am Ende der Wiese ging es steil bergab, wir mussten umdrehen und den richtigen Weg finden.

7. Tag: Samstag, 17.09.2008

Es goß in Strömen. Aber kein Problem, wir wollten ja auch Kultur. In Bozen gabs dann das Schloß Runkelstein mit berühmten Wandmalereien. Und in der Innenstadt leckeres Essen, prächtige Märkte und hartgesottene Italiener, die auch bei dem miesen Wetter lieber draußen vorm Lokal saßen als drinnen. Später kam die Erleuchtung: Rauchverbot drinnen. Spät fuhren wir zurück und hatten oben am Grödnerjoch noch Spaß mit Neuschnee und Sommerreifen.

8. Tag: Sonntag, 18.09.2005

Recht unspäktakulär wieder heimwärts auf dem selben Weg wie die Anreise. Montags rief ja schon wieder die Arbeit…

Fazit:

Die Dolomiten sind traumhaft. Fantastische Felsformationen, die jedoch meist nicht nur eine schroffe Steilwand, sondern auch einen sanften Rücken haben, über den man auch als Wanderer ans Ziel kommt. Das Essen dort ist schlichtweg genial. So viel konnten wir gar nicht wandern, wie es uns geschmeckt hat. Fast peinlich war uns, daß das Hotel bis auf eine Nacht nur von uns bewohnt wurde und auch nur wegen uns dieses große und leckere Frühstücksbuffet aufgefahren wurde.

Für mich war es der erste echte Wanderurlaub. Davor hatte ich lediglich ausgedehnte Spaziergänge mit Jochen unternommen gehabt, die dann aber auch durchaus mal über 20km lang waren. Zum Glück war das Wetter gnädig mit mir und meiner 20€-Angebotsjacke aus der Freizeitecke eines Motorradzubehörhändlers. Immerhin hatte ich zuvor in gute Bergstiefel investiert und der deutlich erkennbare Nutzen versöhnte auch mit dem Anfangs als hoch empfundenen Preis. Auch die billigen Alustöcke vom Discounter erfüllten ihren Zweck. Auf jeden Fall war die Lust auf mehr geweckt. Mehr Wandern, aber auch mehr von der Frau, die ich erst kurz zuvor kennengelernt hatte.

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