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2010: Sardinien

Ein Kurztrip in den Frühling.

Zeitraum: 12.03.2010 bis 15.03.2010

Anreise: Mit Ryanair von Baden Airpark nach Cagliari, Mietwagen

Unterkunft: Rifugio d’Ogliastra (2x), Su Leunaxiu (1x)

Wetter: Bedeckt, zwischendurch auch mal Regen. Gegen Ende hin Sonne. Temperaturen zwischen dem Gefrierpunkt nachts in den Bergen und 15°C in der Sonne am Meer.

Als Flucht aus dem Winter war es nicht geplant, als ich kurz vor Weihnachten den Entschluß zu dieser Reise fasste. Statt noch Schnee auf der Insel zu sehen dachte ich eher daran, daß es wohl noch nicht zu heiß wäre. Annette hatte gar kein Mitspracherecht. Sie bekam die Reise als kombiniertes Weihnachts/Geburtstagsgeschenk und erfuhr erst wenige Tage vor der Abreise, wo es überhaupt hingeht.

Für ganz Neugierige gibt es auch ein zip-Archiv mit den Tracks. Falls mal jemand auf unseren Spuren wandeln oder in den schönen Bergen um Jerzu kradeln will. Ich habe es mal als kml exportiert, damit Laien es auch in Google Earth stopfen können, Experten kommen damit ja auch klar. gpx auf Anfrage.

1. Tag Freitag, 12.02.2010 Anreise

Zur üblichen Zeit, also noch vor sechs Uhr morgens, dudelte der Radiowecker los. Annette hatte am Vortag doch noch lange arbeiten müssen und hatte so die Packerei noch vor sich. Drei Tage sind nicht lange, aber die nötigen Klamotten ließten sich nicht einfach bestimmen bei den Wettervorhersagen. Ich hatte meinen Anteil schon weitgehend verstaut. Leicht problematisch sollte eine neue Idee von RyanAir werden: Man darf nicht mehr wie früher zusätzlich zu den 15kg Handgepäck1 eine kleine Laptoptasche und/oder eine Kameratasche mitnehmen, sondern alles muß in eine Tasche passen und darf zusammen nicht mehr als 10kg wiegen. So packte ich Flightpack und Rucksack. In der neuen Reisetasche fand unser aufzugebendes Gepäck Platz. Der Wasserkocher musste übrigens mit, sei es für Tee oder für eine Wärmflasche im Bett.
Wir schenkten uns die Anfahrt mit der Bahn. Mit Annettes Auto fuhren wir bis Rastatt. Dort hat es in Bahnhofsnähe kostenlose Park&Ride-Parkplätze und wir enterten den Linienbus gen Baden Airpark. Auf der langen2 Schaukelei durch die Dörfer wurde uns klar, daß wir nach einer Haltestelle mit Parkmöglichkeit Ausschau halten müssen. Künftig wollen wir näher am Flugplatz parken.
Das Gepäck werden wir am Schalter schnell los. Schleierhaft war mir bei dem dort betriebenen Aufwand nur, worin genau die tolle Ersparnis für Ryanair liegt. Abgesehen davon, daß ich die Bordkarte daheim ausgedruckt hatte, war die Arbeit des Bodenpersonals nicht geringer. Aber wenn Ryanair unbedingt Online-CheckIn will…
Nach kurzem Frühstück inkl. Leerung der mitgeführten Trinkflasche ging es dann zur Sicherheitskontrolle. An deren Anfang stand dann nicht nur die übliche Ausweiskontrolle, sondern auch eine Waage. Bloß kein Gramm sollte zu viel sein im Handgepäck. Ich hatte Gürtel, Schlüssel und sonstigen Metallkram, den ich am Körper trug, bereits in einem Anfall von Reiseprofessionalität in ein kleines Beutelchen gepackt, das die Dame nun mit auf der Waage sehen wollte. Ich blieb freundlich. Solange sie die Weste3 nicht reklamiert… Reklamiert wurde dann noch an der Sicherheitsschleuse. Nicht nur das Laptop4 musste einzeln aufs Band, sondern auch die Kameraausrüstung. Krönung war die Frage, warum mein Navi in Annettes Rucksack5 befindet.
Vor dem Boarding gönnte ich mir dann noch eine Cola gegen die beginnenden Kopfschmerzen. Nach zögerlicher Kontrolle am Flugsteig und einer kurzen Busfahrt saßen wir dann gegen 12 Uhr endlich im Flieger. Dessen Pilot fackelte auch nicht lange und schon ließen wir die mit Altschneefeldern übersähte Rheinebene unter uns.

Alpen in der Nähe von Andermatt

Alpen in der Nähe von Andermatt

Die wurde alsbald abgelöst durch den schneebedeckten Schwarzwald, die schneebedeckten Alpen, die immerhin schneefreie Mittelmeerküste und gegen Ende durch das schneebedeckte Korsika. Unpackbar. Zuvor hatte es noch in Spanien und Südfrankreich heftig geschneit. Sardinien selbst versteckte sich unter Wolken und ich fragte mich beim Überflug, ob die wohl Winterreifen auf dem Mietwagen hätten. So sie denn überhaupt wüssten, was das sei.

Cagliari. Endlich. Ohne Schnee. Landung, Aussteigen, Gepäckausgabe, alles ging blitzschnell. Der Weg zur Autovermietung zog sich allerdings dann an leerstehenden Büros vorbei hinaus zum Parkdeck und dem neuen Bürogebäude daneben. Den ersehnten Smart gab es leider nicht, stattdessen ein Upgrade auf Lancia Y. Wenigstens Platz fürs Gepäck. Unter dem Parkhaus hatte es natürlich keinen GPS-Empfang. Mit einer Touristenstraßenkarte von der Autovermietung zogen wir dann mal grob los. Natürlich tendierte das Navi nach Satellitenkontakt zur besser ausgebauten Küstenstraße. Wir wollten aber durch die Berge und halten uns vage in die Richtung. Schnell und ohne einen Supermarkt zu sehen ließen wir Cagliari hinter uns und erkannten in den Dörfern, daß dort die Mittagspause noch heilig ist. Ohne Wasser, dafür mit ansteigenden Kopfschmerzen  und trockenem Mund fuhr ich immer weiter nordwärts. Der zumo ignorierte mal wieder die Straßenqualität und wollte uns über Eselspfade querfeldein zum Ziel schicken. So kam es zu einem Schlenker, der abermals Zeit kostete. Nicht, daß die von uns bevorzugte Straße besonders zügig zu fahren war.
Irgendwann war es immerhin spät genug, daß ein kleiner Dorfladen geöffnet zu haben schien. Wir stürmten durch die offene und kauften endlich erst mal Wasser. Und hatten ein wenig Smalltalk, man freute sich wohl über Besuch und störte sich nicht daran, daß eigentlich noch geschlossen war. Aber das Wasser kam zu spät, um die dröhnenden Kopfschmerzen noch abzuwenden. Ich hasse solche Dehydrierungen. Immerhin brachte ich es noch fertig, einen Vorbereitungsfehler auszubügeln. Ich hatte das Tagesziel doch nicht im Navi gespeichert6, aber mit Jochens Track und den Bildern im Cache von Google Earth fand ich die Koordinaten der Kreuzung raus, an der die Hotelzufahrt abzweigt. Nur vergaßen wir, daß wir von Norden her kamen und bogen glatt in die falsche Richtung ab auf einen Gebäudekomplex zu. Der allerdings ein großer Bauernhof war und am Ende einer sehr holprigen, langen Straße lag. In tiefster Dämmerung erreichten wir dann das Hotel7.

Wir wurden nett begrüßt und zum Zimmer geführt. Genauer gesagt war es eine Art Einzimmer-mit-Bad-Bungalow. Und muckelig vorgeheizt. Annette fiel ein Stein vom Herzen. Sie hatte schon Angst gehabt es gäbe überhaupt keine Heizung. Auto umparken, Gepäck ausladen, Aspirin einwerfen, ausruhen, frischmachen. Das Abendessen wartete. Nein, Annette konnte das Abendessen nicht erwarten. Immerhin war das Mittagessen irgendwie vergessen worden.
Das Abendessen erwies sich dann auch als sehr lecker. Wir ignorierten die Pizzakarte und hatten Pasta als ersten Gang. Gefolgt von einem gegrillten Fisch am Stück für Annette und Tintenfisch in Stücken für mich. Ebenfalls vom Grill. Absolute Empfehlung übrigens die Culurgionis, eine Art gefült Gnocchi. Der gut gekühlte Weißwein weckte auch noch ein paar Lebensgeister. Doch nach dem langen Tag war der Ruf des Bettes auch sehr stark. Es reichte noch für einen kurzen Blogeintrag vom Zimmer aus und ein paar Bilder, dann schnarchten wir schon.

2. Tag Samstag, 13.03.2010 Rundfahrt

Wach waren wir schon vor dem Wecker. Die Anlage sah so verlassen aus, daß wir glaubten, die einzigen Übernachtungsgäste zu sein und wollten deshalb pünktlich zur angekündigten Zeit am Frühstückstisch sitzen. Klar, für ein Full English Breakfast waren wir auf der falschen Insel, aber immerhin war das Brot ordentlicher als in Frankreich. Doch auch der Süditaliener frühstückt eher süß. So deckten wir uns auf unserem Weg zur Küste in Bari beim ersten sichtbaren Supermarkt traditionell mit Oliven, Brot, Käse, Salami, lokalem Rotwein und natürlich Wasser ein. Die Kopfschmerzen waren nocht nicht ganz verschwunden.
Arbatax mit seinem roten Felsen war das erste Tagesziel, doch südlich von Tortoli zweigten wir spontan Richtung Strand ab. Eine lohnende Idee. Zwischen Kakteenhecke und Wasser machten wir alles unsicher.

Strandräuberin

Strandräuberin

Annette deckte sich mit Strandgut ein. Die üblichen Muscheln und Steine wurden diesmal sogar um getrocknete Kakteen ergänzt. Beide tobten wir uns auch mit Makroaufnahmen aus, denn es gab zu viele gute Motive. Speziell mit dem 300er Sigma gelangen mir bei bedecktem, aber hellem Himmel einige gute Aufnahmen.
Der Felsen in Arbatax war dann recht überraschend. Er passte so gar nicht in die Umgebung und leuchtete so im Licht der gerade hinter den Wolken vorkriechenden Sonne, daß er wie ein Kunstfelsen in Dinseyland wirkte.

Rocce Rosse di Arbatax

Rocce Rosse di Arbatax

Wir kraxelten ein wenig darin und drum herum umher. Das Geocache in der Nähe konnte ich nicht finden, dafür fanden etliche gute Aufnahmen den Weg auf die Speicherkarten. Frisch gestärkt durch die Leckereien aus dem Supermarkt ging es dann weiter nordwärts.
Nicht weit vom Meer ging es dann auch schon wieder über kleine Paßsträßchen. Motorrad sollte man hier mal fahren.

Sardische Sauereien

Sardische Sauereien

Aber als nach einigen Hundemeuten dann im Gestrüpp direkt bei einer Haltemöglichkeit sich halbwilde Schweine tummelten, musste einfach wieder eine Pause her. Eine Fotopause natürlich. Annette freundete sich mit den Borstenviechern quasi an. Ich war zu faul und ließ einmal mehr Brennweite für mich arbeiten. Was auch keine schlechten Bilder ergab.

Tierfotografie aus sicherer Entfernung

Tierfotografie aus sicherer Entfernung

Kurz vor drei Uhr erreichten wir dann endlich unser Tagesziel. Am Ende eines kleinen Sträßchens markierte ein überquellender Parkplatz den Zugang zur Grotta di Ispinigoli. Einige der Autos waren sogar mit Blumen geschmückt. Des Rätsels Lösung: Im Restaurant bei der Grotte feierte wohl eine größere Hochzeitsgesellschaft. Die Grotte selbst war geschlossen, obwohl der Reiseführer eine Öffnungszeit bis 17Uhr angab und auch bis 17Uhr Führungen auf einem Schild ausgelobt wurden. Später erfuhren wir, daß die Grotte wohl generell wegen Renovierungsarbeiten an der Treppe geschlossen war.

Etwas geschlagen machten wir uns auf den Heimweg. Über die Berge. Auf einer anderen, inzwischen gefundenen, Karte sah die SS389 von Nuoro südwärts durch die Berge so aus, als käme man schneller voran als auf dem Hinweg. Und den selben Weg zurückfahren ist ja immer langweilig.

Altes Gemäuer in Serra Orrios

Altes Gemäuer in Serra Orrios

Glück im Unglück hatten wir, als wir am Weg einen Wegweiser zu Serra Orrios entdeckten. Wir parkten und wurden von einer Dame mit Hund begrüßt, die auch noch recht gut deutsch sprach. Sie erzählte uns was über die Sehenswürdigkeit, drückte uns Literatur in die Hand und schickte uns auf den Weg ins ausgegrabene bronzezeitliche Dorf. Dort trieben wir uns dann gut eine Stunde rum und fotografierten, was das Zeug hielt. der Versuchung, Rundbauten mit dem Fischauge zu fotografieren, konnte ich auch nicht widerstehen. Eine neugierige Annette bekam auch noch ihren fotografischen Denkzettel. 😉

Sogar der Horizont passt sich den Rundbauten an

Sogar der Horizont passt sich den Rundbauten an

In Nuoro fand sich dann auch noch ein Supermarkt für weiteren Proviant und Mitbringsel. Ich wartete im Wagen in der Ladezone, während Annette einkaufte. Die Rückfahrt war dann in der Tat zügig und untertunnelte diverse schneebedeckte Berge. Gut so. Nur die letzte dreiviertel Stunde war dann wieder eine Herausforderung. Kurven und Spitzkehren ohne Ende, Dunkelheit, Nebel und nasse Straßen bei 2°C Außentemperatur. Hungrig schlugen erst wir in der Unterkunft und dann die Weinflasche auf deren Boden auf. Annette hatte sie seitlich an den Rucksack gesteckt, wo sie sich im Laufe des Tages8 wohl gelockert hatte und wohlterminiert erst im Zimmer herausfiel. Immerhin hat der Wein gut gerochen. Die Putzerei nur mit Hilfe von Taschentüchern und Klopapier stank uns allerdings gewaltig. Entsprechend verspätet kamen wir zum Essen.
Das fand an dem Abend im noch größeren Saal statt, da der kleinere für eine Geburtstagsfeier gebucht war. So verlor sich der eigentlich größere Andrang wieder. Und kalt war es im Speisesaal auch wieder. Man ist hier halt doch auf Sommer gebürstet. Da konnte selbst das Fußballspiel auf der Leinwand nicht das Herz erwärmen. Auf Pasta mit verschiedenen Meeresfrüchtesoßen folgte eine Fleischplatte9 und diesmal frittierte Tintenfische10. Satt fielen wir ins Bett und schlummerten sanft im betörenden Rotweindunst.

3. Tag Sonntag, 14.03.2010 Rückfahrt

Tja, es war schon wieder Aufbruch angesagt. Zum Glück zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. Die Nacht war bereits so klar gewesen, daß die Scheiben des Autos gefroren waren. Doch bereits nach dem Frühstück hatte die Sonne dem ein Ende bereitet. Das Frühstück war wieder nichts besonderes. Außer daß man nicht alle Tage Bedienungen in dicken Jacken rumlaufen sieht. Drinnen. Denn im großen Saal war es nach dem nächtlichen Lüften11 recht kühl.
Wir fuhren wieder gen Küste, doch an der SS125 natürlich dann südwärts. Der Cheffe des Hotels12 hatte uns noch versichert, wie gut ausgebaut die Strecke wäre und daß wir unbedingt im Süden an der Küste bleiben sollen statt auf der SS125 durch die Berge abzukürzen.
Bei Tertenia erfolgte dann der erste Abstecher Richtung Foxi Manna13 zur Nuraghe Aleri. Einen dieser frühgeschichtlichen Rundtürme wollten wir dann doch gesehen haben. Richtig spektakulär war er nicht, aber immerhin. Und die blöden Eidechsen, die sich gesonnt hatten, waren nach mehrfachen Aufschrecken dann zu feige, um sich überhaupt noch Mal zu zeigen. Dabei hätte ich mit dem zwischenzeitlich aufgesetzten Tele gute Chancen auf schöne Bilder gehabt.

Costa Rei

Costa Rei

Beute

Beute

Nächster Zwischenstop: Costa Rei. Die Küste des Königs. Alleine waren wir hier zwar nicht, denn der Strand hat wohl auch außerhalb der Saison seine Fans. Dafür hatten wir als Picknickmöbel wunderbar geeignete Steine und vesperten genüsslich. Fotografiert und Strandgut eingesammelt wurde natürlich auch.
Hinter Villasimius verhieß ein Parkplatz erst gute Aussicht, dann aber auch einen Zugang zum Strand. Klar, wir waren gut in der Zeit, also mussten wir runter. Hier gabs angenehm geformte und schön von der Sonne vorgewärmte Steine. Annette hielt Siesta und ich fotografierte.
An der Strandpromenade zwischen Quartu und Cagliari hielten wir ganz kurz an.

Flamingo

Flamingo

In den Salinen schnäbelten einige Flamingos rum. Ich liebe mein 300er 😉
Letzter Abstecher des Tages war dann der Monte Sant‘ Elia südlich von Cagliari. Ein Geocache mit angepriesener schöner Aussicht auf Stadt und Hafen hatte uns hergelockt. Ich fand das Cache gar nicht und wir die Aussicht nicht so toll. So schön ist das Containerterminal dann doch nicht.

Cagliari von Weitem

Cagliari von Weitem

So rollten wir dann am Tagesziel, unserer Unterkunft, aus. Begrüßt von einer buntgemischten Hundemeute und netten Gastgebern sondierten wir nach Zimmerbezug die Lage. Und die war schön inmitten von Olivenbäumen, Palmen und anderen Pflanzen, deren Anblick alleine das Herz erwärmt. Fürs Abendessen feilschte eine hungrige Annette noch eine halbe Stunde raus, die wir früher als eigentlich geplant kommen durften. Grad recht, um sich nach einer Fotorunde zu duschen, noch etwas auszuruhen und schon mal ein wenig zu packen. Schließlich will das Gewicht wieder ryanairtauglich auf zwei Bordgepäckstücke und die große Reisetasche verteilt werden.

Frühling!

Frühling!

Das Abendessen fand zu unserer positiven Überraschung quasi in der guten Stube der Gastgeber statt. Eingedeckt war für deutlich mehr Leute als uns beide, das Gastgeberpaar und eine Cousine, die mit Begleitung sich dazugesellte. Und übrigens die Jacke gar nicht erst ablegte. Es war mal wieder kalt. Wir futterten uns durch etliche Gänge und kamen nicht weg, bevor ich nicht alle fünf selbst angesetzten Liköre probiert und einen Kaffee getrunken hatte. Im Zimmer waren wir dann so müde, daß wir das bemühte, sporadisch einsetzende Heizgebläse irgendwann nicht mehr hörten.

4. Tag Montag, 15.03.2010 Rückflug

Früh musste es mal wieder losgehen. Das finale Packen zog sich ein wenig und ich hatte mir wieder so viel unnötigen Streß gmacht, daß der mir auf den Magen schlug. Salami auf dem Frühstückstisch und ich habe keinen Appetit! Ein Skandal.
Doch schon der befürchtete Berufsverkehr Richtung Flughafen hielt sich in engen Grenzen. Dort ignorierte ich die Wegweiser zum Abflug dann rechtzeitig, als ich das Parkhaus mit den Mietwagenparkplätzen untendrin wiedererkannte. Ungewohnterweise ging der Schalterbedienstete selbst raus, um sich den Wagen anzusehen. Hatte ihnen wohl nicht geschmeckt, daß ich bei der Übernahme etliche Macken am angeblich makellosen Mietwagen gefunden hatte. Zwischenzeitlich war mir auch die Tankpauschale von 13,20€14 aufgefallen, auf die man nicht hingewiesen hatte als man drum bat, bloß nicht vollzutanken, da man den Sprit, der bei Abgabe mehr als bei der Übernahme drin wäre, eh nicht erstatten könne. Naja, Lehrgeld. Und all zu viele Tankstellen hatte ich am Weg auch nicht gesehen. Luxus dann eben.
Der Rest der Rückreise verlief zügig und fast15 ohne Probleme. Für Details gibt es hier endlich auch mal wieder einen Blogeintrag.

Print Friendly
  1. das bei mir auch gerne mal 15kg wog []
  2. 30 Minuten []
  3. gefüllt mit Akkus, Ladegeräten, Reiseführer und anderem Kram 2,5kg wiegend []
  4. wohlwissend bereits ausgepackt []
  5. genauer gesagt in meinem Wanderrucksack, den Annette als Handgepäck mitführte []
  6. bisher waren wir einfach Richtung Jerzu gefahren []
  7. an der Kreuzung gibt es übrigens auch ein Hinweisschild []
  8. im Kofferraum rumgeschaukelt []
  9. bei Annette, mit Salat natürlich []
  10. bei mir []
  11. was wohl erfolgt war, der kleine Saal war übrigens noch nicht aufgeräumt []
  12. zumindest führte er sich immer so auf und war definitiv der dortige Gastgeber []
  13. natürlich untermalt mit Intonierungen von „Foxi Lady“ und „Manna Manna“ []
  14. zzgl. Spritkosten natürlich []
  15. die kleine Verspätung des Abflugs eben []

5 comments to 2010: Sardinien

  • Manfred Deffur

    Sardinien ist bestimmt ein schönes Urlaubsziel aber ich habe heute für Euch einen super Insider Tip wenn Ihr einen preiswerten Leihwagen braucht dann:
    http://www.onewaygo.de

    Die sind super im Service

    Manni

  • Mööpmööpmööp Spamalarm, rein deutscher Mietwagenservice oder was auch immer, mit Sardinien hat das nix zu tun. Wär’s mein Blog, würd ich seinen link ja auf sixt.de umbiegen oder so. 🙂

    • Hm, nur ein Link, der hat sich gut durchgeschlichen. Außerdem ist die Seite wirklich Mist, praktisch nichts brauchbares dabei. Da scheint sich jemand versilbern zu wollen, was durch die Zusatzgebühr für die Einwegmiete schon abgedeckt sein sollte.

  • Alexandra Meier

    Also ich weiss nicht was daran schlimm sein soll, ich finde diesen Hinweis mehr als nur gut. Habe es sogar am We getestet.
    Es ist wahrlich schön wenn dann doch noch humane Tipps an einen weiter gereicht werden. Also warum nicht ?
    Ihr beiden seit aber schon etwas seltsam!

    Liebe Grüße
    Alex

  • Gut vielleicht, aber unpassend. Wie die Maschinenbäuerin bemerkt hat, hat der Hinweis nichts mit dem Thema des Artikels zu tun. Ich selbst habe mir sogar die Seite relativ ausführlich angeschaut. Keine Verbindung zwischen den Orten in Deutschland, die ich bräuchte.Überhaupt sind nur wenige Orte verknüpft. Ansonsten gilt das von mir breits Geschriebene. Auch das im Impressum.

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