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2017: Aosta – Teil2

Hier der zweite Teil des Reiseberichts. Wer versehentlich direkt hier angekommen ist, kann hier zurück auf Anfang.

Samstag, 23.09.2017 Ohne Motorrad

Per Bus in die Stadt, dort wird wie immer Annette erst mal magisch in die Läden gesaugt. Lecker Mittagessen in tollem Ambiente, viel Laufen, ein Megalithmuseum an der Originalstätte unter dem Gebäude, bei dessen Bau sie entdeckt wurde und schlußendlich noch ein Lebensmitteleinkauf auf dem Rückweg. Das alles ein bißchen weniger knapp im Blog. Wichtigste Erkenntnis im Nachhinein: Der Berg, der so toll immer wieder im Hintergrund zu sehen ist, ist nicht der Mont Blanc! Wäre zu schön gewesen und ehrlich gesagt: Ob es nun der höchste Berg der Alpen ist, oder nicht, er macht sich richtig gut im Stadtbild.

Fazit: Pausentag sollte sein. Wetter deutlich besser als angekündigt und den Regenguß „verpassen“ wir im Museum.

Sonntag, 24.09.2017 San Carlo

Pass, nicht Monte Carlo. Das ist ganz woanders. Dank der Informationen der Tourist Information gestern bestätigt es sich nicht nur, daß wir da hoch fahren sollten, sondern, daß es dort auch eine nette Wanderung geben soll. Schwerpunkt liegt aktuell ja nicht auf irgendwelchen technisch anspruchsvollen langen Touren1 wie eine Runde ums Crespeinajoch oder eine Sassongherbesteigung, sondern nette Aussicht mit kleinem Materialaufwand. Lac d’Arpy ist auf jeden Fall die Wanderung auf dem Schotterweg wert. Uns an einem schönen Sonntag auch beliebt, der Parkplatz ist gut gefüllt. Klamottenmäßig passt es auch einfach: Annette hat ihre Fleeceleggings unter der Motorradhose und wandert in der, zur Not kommt als Windschutz die Regenhose drüber. Ich für meinen Teil gehe voll in der Sonne des Südens auf, fahre mit Jeans und den TCX-Schuhen. Letztere tausche ich zum Wandern gegen die Scarpas. Protektorenlose Motorradjacke wieder drüber, Wasser und Kleinkram in der Ribz-Tasche, mehr braucht es nicht. Außer einem schicken Hut. 😉

Zurück am Parkplatz leckere Polenta, dann noch ein Abstecher zu einem Aussichtspunkt. Der Mont Blanc ist weniger bewölkt, aber immer noch nicht ganz zu sehen. Zeit hat es noch reichlich, also weiter ins Val Ferret. Ein klein wenig lasse ich mich an der Kreuzung von Hin- und Rückweg zur Unterkunft verwirren, obwohl das Navi einen guten Job macht. Ich will nur schlauer sein und verschaffe uns so eine Bonusrunde. Nach dem letzten Ort zieht sich der Weg ein wenig an Parkplätzen lang, die um diese Uhrzeit doch etwas verlassen sind. Ganz am Ende, der Weg ist schon geschottert, stellen wir das Motorrad ab. Ich pfeife auf die Scarpas und laufe in den TCX. Trotz trockenem Untergrund etwas rutschig, hier sollte der (oder ein) Hersteller echt was anbieten! Beeindruckend ist die Bergwelt und auf dem Rückweg entdeckt Annette unten im Tal sogar noch ein paar Steinböcke. Auf dem Rückweg dann noch ein Tankstop und etwas Brot einkaufen, dann passt das mit dem Futtern in der Ferienwohnung. Restliche Infos im Blog.

Fazit: Bike&Hike kann sehr gut funktionieren! Das bestätigt sich erneut.

172km in 3h, die fast 7h Wanderungen und Mittagspause lasse ich gleich mal raus.

Wanderungen: Lago Arpy 7,6km in 2h25, Aussichtspunkt 2,7km in 49min, Val Ferret 3,3km in 1h08.

Montag, 25.09.2017 Verfahren und verlaufen

Naja, nicht so schlimm. Jedenfalls kommen wir, auch dank fehlender Planungsmöglichkeit am Netbook, woanders raus, als geplant. Aber es gibt einen recht einladenden Wanderparkplatz, sogar mit Sanitärhäuschen und auf den Wegweisern stehen die richtigen Namen mit kurzen Gehzeiten. Wir erwischen wohl nur das Kurzprogramm gemacht, was aber knackig steil ist. Alles in allem kein Highlight, aber es beginnt sich eh zuzuziehen. Fernblick ist für heute eh nie angesagt gewesen. Späte Vesper in der Unterkunft, technischer Dienst am Motorrad und abends kehren wir dann im neben dem Bon Plat bei der Pizzeria ein. Im Blog das Ganze unwesentlich weniger kurz.

Fazit: Knapp daneben ist auch irgendwie vorbei, aber wir haben trotz mittelmäßigem Wetter uns bewegt.

48km in 1h16, dazu 3h42 Wanderung. Genau genommen: 6km in 3h13, der Rest ist Umziehen.

Dienstag, 26.09.2017 Stausee Place-Moulin

Schöner See, schlechtes Wetter. Es regnet nicht, aber es ist ganz schön schattig, als wir oben am Parkplatz ankommen. Tatsächlich hat noch ein anderer Motorradfahrer hergefunden, aber der haut gleich wieder ab. Wir haben uns immerhin bestätigen lassen, daß das Rifugio offen hat und so steht es auch an der Infotafel geschrieben. Fein. Heute mal wieder etwas wärmer eingepackt mit der Motorradhose und den Endurostiefeln bzw. Annette mit Regenhose drüber laufen wir los. Wieder ein geschotterter Zufahrtsweg. Und immerhin ist auch unterhalb der geschlossenen Wolkendecke eine ganz nette Aussicht zu haben. Mittagessen am Rifugio, das heißt Brotzeit in der Unterkunft. Am Ende bosselt jeder noch ein wenig vor sich hin zum Packen. Annette lässt mich noch eine Maschine Wäsche waschen. Die sollte bis morgen früh trocken sein, eh alles Kunstfaser. Im Blog steht nicht viel mehr, nur noch was über einen Helm… Und einen letzten Einkauf haben wir auf dem Heimweg noch gemacht. Brot und Wurst eben.

Fazit: Man kann auch aus mittelprächtigem Wetter was machen. Rumsitzen und entspannen geht auch daheim…

75km gefahren in 1h55, Wanderung 9,6km in 4h, wovon 1h10 Mittagspause abgehen.

Mittwoch, 27.09.2017 Beginn der Heimreise

Durch das Rumkramen gestern Abend, das frühe Aufwachen und das fehlende Frühstück ist es gerade mal kurz nach 8 Uhr, als wir nicht mehr so recht wissen, was wir noch machen sollen und was uns noch hält. Beim Empfang, als sie auch gleich kassierte, sagte uns die junge Dame, wir sollten den Schlüssel einfach außen stecken lassen, wenn wir sie nicht finden würden. Sie bzw. ihr Auto steht so früh noch nicht da. Überhaupt ist alles ruhig. Mülleimer leeren? Wohin? Irgendwas putzen außer dem selbstverständlichen Abspülen des Geschirrs? Keine Ahnung, zum Fragen ist es jetzt zu spät. Also hauen wir ab. Auf dem Weg zum Kleinen Sankt Bernhard hoch leuchtet die Reservelampe auf. Da ich die letzten Tage immer nur für 10 oder 20 Euro nachgetankt hatte2, fehlte ein wenig die Relation. Aber der Plan geht auf, die 3 Liter des Reserkanisters finden ihren Weg in den Tank und auch bald in die Umgebung. Erschreckend, wie schnell die Lampe wieder angeht. Der Kleine Bernie fährt sich ganz toll, im Tal beim Tanken in Bourg-Saint-Maurice garen wir nach der kalten Höhenluft wieder im eigenen Saft. Aber egal, bald kühlt es wieder ab, als wir uns zur Cormet de Roselend hochschrauben. Fantastisch, ich hatte nur mit dem See gerechnet. Aber hier: Wie aufgerissen tut sich die Schlucht oder wie man es nennen mag auf, durch die wir zur Hochebene fahren. Kurz hinter der Staumauer finden wir einen Parkplatz und laufen von dort runter Richtung Seeufer. Picknick vom Feinsten bei Kaiserwetter, wenn auch ohne die sonst üblichen Sitzgruppen.

Die Ankunft am Hotel ist erst kompliziert und dann ein wenig enttäuschend. Restaurant geschlossen. War auf der Webseite3 nicht angekündigt, dankeschön. Die Leuchtschrift „Restaurant“ leuchtet aber einladend. Wie oft hierzulande ist das Treppenhaus ziemlich runtergerockt, das Zimmer aber dann ganz fein und sauber. Es bleibt Zeit, um sich gemütlich frisch zu machen und ein wenig den Ort zu erkunden, bevor die Restaurants fürs Abendessen aufmachen. Im Supermarkt entdecke ich für Annette ihren geliebten Apfel-Zimt-Tee von den zwei Murmeltieren. Insgesamt ist La Clusaz zwar vom Wintersport gezeichnet, hat aber noch einen authentischen Kern. Im Gegensatz zu den Retortendörfern des Plan Neige. Abendessen geht in Ordnung, aber in den Nachbarzimmern wird es lauter. Besonders tun sich eine Frau hervor, die wohl ein Telefonat führt, aber eigentlich auf die Geräteunterstützung verzichten könnte, so brüllt sie rum. Die Offenburger Motorradfahrer, die sich inzwischen eingefunden haben, poltern auch ganz ordentlich. Geht aber alles in allem dann doch.

Fazit: Geniale Tour, die wir bei offenem Iseran zum Teil auch auf der Hinfahrt schon hätten haben können. Unterkunft zweckmäßig.

182km in 6h19, davon 3h05 Pausen.

Donnerstag, 28.09.2017 Multiple Schlenker

Die gestrige Tour und die heutige waren ja zuerst als eine geplant. La Clusaz war eigentlich eine Verlegenheitslösung und so wurden aus ca. 270km an einem Tag je rund 150km an zwei Tagen. Somit gab es bei der Planung schon Zeitüberschuß, heute mehr als gestern. Ein Infoblättchen an der Rezeption stellt Attraktionen in der Gegend vor und so kamen wir gestern Abend auf die Idee, einen Schlenker über Le Jotty einzubauen, wo es einen natürlichen Steinbogen über die Schlucht gibt. Besichtigung nicht ernsthaft in Erwägung gezogen, aber Schlucht klingt schon mal gut. Und wir lassen uns Zeit, lassen die lauten Offenburger vor uns ziehen, kaufen stattdessen Brotzeit im Örtchen ein und rollen so erst kurz vor 10 Uhr aus dem Ort. Ankunftszeit natürlich noch weit vor dem vereinbarten Termin. Unser Ziel ist ein niedliches kleines B&B mit nur einem Zimmer im Jura. Also nix mit dauerbesetzter Rezeption, da sollte man sich an die Termine halten.

Das erste Stück ist dann auch wieder Klasse, die Chaîne des Aravis ist einfach schön anzuschauen und wir entdecken in der Ferne einen unverhüllten Berg, der der Mont Blanc sein könnte. Aus der anderen Richtung als bisher natürlich. Vor Cluses zwingt uns eine Baustelle, den normalen Weg statt der „Touristenstrecke“ zu nehmen, die wir geplant hatten. Klappt aber dennoch gut, wir finden im Ort auf unsere geplante Route zurück. Ganz häßlich ist es hier nicht, wo man doch wieder quer durch den Ort geschickt wird. Mit allen anderen. Wir haben übrigens in den letzten Tagen unsere Dieselaversion weiter ausgebaut. Skandal hin, Hype her, was recht neue Fahrzeuge da rumrußen, stinken und regelrechte Atemnot verursachen, geht auf keine Kuhhaut. Und im Motorradhelm merkt man es eben sofort. Ich sage nicht, daß alle Diesel stinken, aber alle Stinker entpuppten sich als Diesel.

Kurz nach 11Uhr, Tankstop. Wir sind schon auf der Bonusschleife, welche übrigens keine Abkürzung kennt. Muß sie aber auch nicht, wir sind früh dran. Im angegliederten Supermarkt neben der Tankstelle nutzen wir mal wieder das Kachelverlies, denn eingekauft haben wir schon. Praktische Sache übrigens hier in Frankreich. Andererseits sind in Deutschland die Markentankstellen nicht so deutlich teurer und quasi kleine Raststätten. Ohne Sanifair-Bons. 😉 Die Schlucht ist übrigens gar nicht so schluchtig, im Vorbeifahren gibt es natürlich keine Teufelsbrücke, so heißt der Steinbogen, zu sehen und auch hat hier der Franzose was vergessen: Picknickplätzchen. Am Bogen hätte es wohl was gegeben, aber da waren wir vor der Mittagszeit. Immerhin ist auf dem Rückweg zur geplanten Route ein See als Touristenziel ausgeschildert. Die kanpp 4km Abstecher könnten sich lohnen.

Taten sie auch. Weitgehend alleine genießen wir die Sonne, futtern lecker und schauen uns ein wenig den See an. Der ist übrigens ein natürlicher Stausee, entstanden so um 1943 durch einen Bergrutsch. Kurios bei unserer Pause ein gelangweilter Busfahrer, der auf nicht sichtbare Fahrgäste wartet und später langanhaltendes Hundegebell und Schüsse im Wald. Jagdzeit. So gestärkt und erholt schwenken wir bei La Tour auf unsere geplanten Routen ein. Plural ist das Stichwort für die Verwirrung, die folgt. Ich speichere die geplanten Routen4 immer auch als Track5 und lasse den anzeigen. Wie eine Kreidelinie auf der Straße ändert der sich nicht und das ist der Vorteil: Ich sehe immer, ob eine Neuberechnung eventuell Mist gebaut hat. Heute hatte ich mal wieder zwei Routenoptionen: Die kurze durch Genf, praktisch schon verworfen. Rot angezeigt. Grün dann die Wunschroute um den Zipfel Schweiz herum, in dem Genf liegt. Rot überlagerte Grün, was bei deckungsgleicher Strecke am Anfang ja kein Problem ist. Außer, daß es auf Rot konditioniert und so eine kleine Unaufmerksamkeit zwei Ortschaften weiter die abzweigende grüne Linie auf dem Display ungesehen aus dem Anzeigebereich verschwinden lässt. Warum die Route allerdings kein Abbiegen verlangte bzw. nicht neu berechnet wird, um das Zwischenziel auf dem Bogen um Genf herum anzusteuern, bleibt rätselhaft.

9km weiter im Verkehrsgewühl von Annemasse dämmert mir, das was nicht stimmen kann. Schweizer Grenze knapp voraus, alles eben, Arve immer noch nicht wieder überquert, das passt alles nicht. An den roten Ampeln kriege ich irgendwie einen Zielpunkt bei der Wunschroute auf de Karte gesetzt und rette mich erst mal aus dem Gewühl. In La Muraz ist dann endlich wieder die grüne Linie zu sehen. Und genau hier wollte ich ihr eigentlich nicht folgen, sondern einen Schlenker auf den Kamm des Salève einbauen6. Aber egal, so langsam ist ankommen angesagt und vom Tal aus wirkt es, als verliefe diese Straße aussichtsarm im Wald. Vom Tal aus sieht das linkerhand aber auch schon sehr schön aus. Müsste man mal die Gegenprobe machen. Denn Annette ist schon wieder von der Gegend begeistert und will wieder herkommen. Eine verpasste Abzweigung später – im Navi ist inzwischen einfach die Unterkunft als Ziel drin und ich folge der Linie auf der Karte – sind wir dann auf Kurs. Spätestens bei Überquerung der Rhône ist die Schweiz nicht mehr im Weg. Irgendwo verpasse ich noch mal eine Weggabelung und bleibe auf der Hauptstraße, statt in einen Ort rheinzufahren. Auch keine schlechte Wahl, im Nachhinein.

Quasi bis nach Saint-Claude reinzufahren war hingegen Absicht, denn hier führt eine tolle Straße wieder hoch in die Berge. 2013 waren wir hier runter einer Fahrschule und LKW hinterhergejuckelt, heute können wir es hoch fliegen lassen. Ein Heidenspaß zum Abschluß eines gelungenen Fahrtages. Das B&B liegt dann wirklich irgendwo im Nirgendwo. Eine wohltuende Ruhe. Wir werden direkt ein Empfang genommen, sind wir doch auf die Minute7 pünktlich. Praktisch ist die Außentreppe von der kleinen Parkbucht direkt in unser kleines Reich. Es gibt neben dem Zimmer noch eine Art Teeküche bzw. Wohnzimmer, die wir nutzen können. Hier landet erst mal das Gepäck, bis ich die Stiefel ausgezogen habe. Bis zum vorbestellten Abendessen haben wir noch Zeit zum gemütlich Duschen und uns einrichten. Annettes Headsetakku wurde heute sogar leer! Da wird erst mal alles durchgeladen, denn auch die Kamera hat selbst den zweiten Akku fast aufgebraucht. Die Tochter des Hauses ist anfangs noch skeptischer als Chihuahua Luna, aber das gemeinsame Abendessen ist lecker. Und der lokel Wein erst! So schläft es sich extrem bequem. Und weil ich so wenig im Blog schrieb, wurde es hier länger.

Fazit: Fast rundum gelungen, der Tag. Vielleicht hätte man eine schönere Strecke als den Bonusbogen planen können, aber wäre dann das Picknick so toll geworden? Der kleine Orientierungsfehler war verzeihlich, zumal er die Ankunftszeit von „Viel zu früh“8 auf“Passt genau“ änderte.

250km in 7h13 abzüglich 2h Pausen.

Freitag, 29.09.2017 Beinahe ein Pannentag

Hier auch mal wieder länger, weil es gar keinen Blogbeitrag gibt. Dem leckeren Abendessen folgt ein ganz gutes Frühstück. Gut, ich schränke mich ein wenig ein, denn Croissants und andere milchhaltige Produkte meide ich inzwischen wieder. So gibt es halt schwarzen Kaffee. Bilder wird es heute auch keine brauchbaren geben.

Wir drehen erst noch eine Runde durch den Weiler, um uns zu bestätigen, wie schön hier doch die Aussicht ist. Man spielt mit dem Namen Sept9moncel und bewirbt die sieben tollen Aussichtspunkte. Wir bleiben jedoch sitzen und rollen erst mal wieder die Strecke von gestern runter nach Saint-Claude. Immer an der geplanten Route lang, die sich als ganz nett, aber irgendwie nicht aussichtsreich erweist. Mehr für Fahrer als für Sozias. Dann bei der Einfahrt in Morez der erste Schreck: Nach einem kurzen Navistop am Straßenrand springt das Motorrad nicht mehr an. Am Morgen problemlos, jetzt macht die Elektrik auf leere Batterie. Es geht zum Glück bergab, nur Anrollen lassen klappt nicht mit dem Einspritzer. Aber vielleicht zusammen mit dem Druck auf den Starterknopf? Nein. Somit stehen wir auf statt neben der Straße. Genervt drücke ich noch mal den Startknopf und der Motor springt an, als wäre nichts gewesen. Ich schalte das Zusatzinstrument auf Spannungsanzeige und die 13,1-13,5V kommen mir bei der Fahrt wenig vor. Entspannt ist anders als die Fahrerei jetzt. Auch wenn wir ja den Startakku dabei haben, so ist es doch ein ziemliches Gewürge, den anzuschließen10 und so werden Stopps aufs Notwendigste beschränkt. Als ich gleich drauf auch noch gemütlich hinter einem anderen Motorrad herjuckelnd die Abzweigung verpasse, steigt die Magensäure endgültig in den Hals. Das kann ja ein heiterer Tag werden.

In Mouthe müssen wir dann aber halten, das Gefährt bittet um Kraftstoff. Die Tanke liegt etwas abseits vom Supermarkt auf der anderen Straßenseite. Annette läuft schon mal rüber, während ich hektisch die KTM betanke. Hektisch wegen der Unsicherheit des Starts und weil der Morgenkaffee raus will. Für den kurzen Weg zum Supermarkt springt der Motor dann an wie eh und je. Spoiler: So bleibt es auch die ganze restliche Tour. Keine Ahnung, was das am Morgen sollte. Und den Supermarkt nutzen wir, um etwas runterzukommen. Kaufen entspannt ein, denn bei dem schönen Wetter drängt sich ein Picknick auf. Zumal wir abends ja ausgehen wollen. Deshalb und vom Frühstück gestärkt gibt es die Rast auch erst recht spät. In Pontarlier lassen wir uns bei Nestlé wieder Kakaoduft um die Nase wehen, lassen ungesehen in Orchamps-Vennes das ursprünglich geplante Hotel links liegen11 und seteuern über das Tal der Dessoubre Montbeliard an. Letzteres, weil wir für den morgen angekündigten Regen Strecke vorwegmachen wollen, zumal der freie Montag für mich gestrichen wurde und wir mal heimkommen müssen. Ersteres, weil die Straße mit einem grünen Streifen als schön auf der Karte gekennzeichnet und als Touristenziel ausgeschildert ist. Und das wiederum bedeutet dann in Rosureux eines: Picknickbänkchen. Zwar nicht all zu malerisch, aber im Schatten gelegen. Andere Plätze markieren wir noch im Vorbeifahren mit dem Navi. Die Gegend lohnt. Quasi Lautertal und Donautal in einem, wenn man die Schwäbische Alb kennt. In Saint Hippolyte treffen wir dann endgültig wieder auf den Hinweg. Wobei ich variiere, lasse die Autobahn sein und so fahren wir über die Dörfer nach Mömpelgrad rein. Merken: Autobahn ist nicht immer böse. Ballungszentren nerven und man gewinnt nichts!

Im Hotel finden wir uns auf Anhieb zurecht, bekommen angeblich das selbe, aber doch ein anderes Zimmer als bei der Anreise und allgemein freut man sich, daß wir uns wieder für diese Unterkunft entschieden haben. Nur vom Marrokaner ums Eck rät man uns ab. Der wäre nicht so dolle. Man überreicht wieder die kleine Karte mit den Empfehlungen und wie vor fast zwei Wochen werden die geöffneten Lokale markiert. Ich schaue sie mir auf Tripadvisor an, während Annette duscht und verärgere sie dadurch: Nun will sie in jedes Restaurant gehen statt nur dem empfohlenen. 😉 Da wir das Angebot einer Reservierung ausgeschlagen haben, stehen wir dann mit dem Glockenschlag vor der Empfehlung La Pause Gourmande. Und praktizieren das Erfolgsrezept dieses Urlaubs: Nicht lange überlegen und vergleichen, machen!

Drinnen quasi ein Wohnzimmer. Ein Tisch ist schon belegt. Es ist das britische Pärchen vom Nachbarzimmer im Hotel. Wir hatten uns gesehen, als ich das Gepäck hochbuckelte und man nickt sich wissend zu. Hotelempfehlung. Da auf allen bis auf einem Zweiertischchen „Reserviert“-Schilder stehen, dränge ich auch ein wenig, um schnell Klarheit zu bekommen. Ja, das ist der letzte gewesen. Und jetzt unserer. Uff! Das persönliche Erlebnis, das nun folgt, ist zwiespältig, gastronomisch allerdings ohne Tadel. Wie kommts? Wir entscheiden uns beide für das Menü. Das im übrigen kaum mehr kostet als das Steak mit Beilagen, das die Briten konsumieren. Man gönnt sich zu zweit ein Viertele, ich kann für den homöopatischen Preisunterschied zum Schoppen nicht Nein sagen. Ja, ich habe die französische Gastronomie verstanden. Denke ich. Dann kommen unsere Vorspeisen. Annette hat eine Fischterrine. Das wohl, was die Norweger treffend Fiskepudding nennen und was bei Fleisch bei uns als Sülze firmiert. Nicht schlecht eigentlich. Doch ich hatte „Burger“ gelesen und wollte haben. Der Zusatz „Perigord“ hätte mich fragen lassen sollen, welches Fleisch dort primär vorkommt. Nur, ich bin heute extrem experimentierfreudig, auch wenn ich die Zwiebeln abbestellt hatte, und aß. Ungewohnt, das Fleisch und bei der Art und Weise, wie das Fett dran angewachsen ist, kommt mir der Verdacht. Aber ich verputze es ebenso12 wie diesen cremigen Klops auf dem Fleisch. Also Avocadocreme ist das sicher nicht, schon alleine wegen der Farbe. Dafür ist das knusprige Brötchen extrem lecker und die Mayo mit Dijonsenf sowieso. Ich bilde mir also meine Meinung und frage beim Abtragen nach. Und ja, ich habe Entenbrust und Foie Gras gegessen. Jo mei. Reißen würde ich mich nicht drum und ehrlich gesagt scheint die Allergie doch keine zu sein, sondern nur zusammen mit Milch zu wirken. Kann ich also in der Not essen. Wobei bei solchen Delikatessen „in der Not“ so klingt, als solle man Kuchen essen, wenn man sich kein Brot leisten kann.

Die reservierten Tischen füllen sich zusehends, dennoch kommt zügig unser Hauptgang. Lecker Fisch mit extrem leckeren Beilagen. Beim Nachtisch pfeife ich noch mal auf die Milch und nehme das Upgrade auf den Cafe Gourmand, also eine Variation von Nachtischen mit einem Cafe. Preisdifferenz: Der Preis eines Cafes. Ich verstehe die Gastronomie doch… Und sogar Annette schafft noch ihren Nachtisch. Da kann man sich entspannt ins Bett fallen lassen. Und Monbéliard ist als Etappenziel künftig definitiv gesetzt. Bequeme Entfernung von daheim, bei frühem Start Schlenker durch die Vogesen möglich, günstige und gut gelegene Unterkunft, leckere Restaurants.

Fazit: Mehr Gelassenheit. Was soll so eine Panikattacke, wenn man das passende Werkzeug dabei hat und in Reichweite eines Pannendienstes ist?

215km in 6h20 mit 2h15 Pausen

Samstag, 30.09.2017 Endanflug

Nichts spektakuläres heute. Nur noch Heimkommen. Bei angekündigtem Regen, zumindest unterwegs. Dennoch vertüddeln wir uns ein wenig, es zieht uns nicht auf die Piste. Fast halb zehn wird es. Und um alles interessanter zu machen, habe ich auch von mir unbemerkt das Navi falsch eingestellt. Tanken in Bessoncourt wie auf dem Hinweg, denn dann reicht der Sprit ziemlich genau bis nach Hause. Mittagessen in Roeschwoog, dann ab nach Hause. Wie auf dem Hinweg auch über die Autobahn, nur ohne zu zahlen. Der Haken? Er ist an der flaschen Stelle im Navi. Nicht bei „Mautstraßen vermeiden“, sondern bei „Autobahnen vermeiden“. Anfangs egal, bis zur Tanke war das doch nicht so weit, oder? Dann sehen wir mal weiter. Naja, denkste, aber immerhin kann ich noch Schilder lesen. Kurz vor Belfort wird mir die Gurkerei durch die Orte zu blöd, in die Stadt will ich schon gar nicht. War doch auf der Hinfahrt das Teilstück zwischen Tanke und Mömpelgard doch auch mautfrei. Ich ignoriere die Elektronik und fahre auf Sicht. An der Tanke schnell den Haken richtig gesetzt und weiter gehts.

Nur denkt sich das fiese Navi, daß es sich revanchieren muß. Und nutzt die D83 für den ersten Teil der Rache. Eine Schnellstraße, die nach Süden zu der dort wieder mautfreien A36 führt, die in Mulhouse auf die A35 trifft, auf welcher man dann bis Lauterbourg heimwärts rollen kann. Kann. Oder man lässt sich nordwärts schicken, was plausibel aussieht. Bis die D83 unvermittelt im Speckgürtel von Colmar endet und man sich durch die Stadt quälen darf. Übrigens, wenn man schon falsch abgebogen ist: Es gibt mit der D1(bis) südlich von Colmar eine Querverbindung. Aber nicht für Navis, die aufmüpfige Nutzer abstrafen wollen. Aber ab der A35 nördlich von Colmar ist eh alles egal und der kleine Knilch im Cockpit gibt nur noch die geschätzte Ankunftszeit an, gefahren wird auf Sicht. Und diese Zeit ist jedesmal früher, wenn ich den Abbiegewunsch ignoriere und auf der Bahn bleibe. Außer bei den zwei Zwischenstops zum Trinken und für das Gegenteil. Als ich auf Annette warte, gibt mir eine Einheimische noch tolle Reifentipps, denn man fährt oder fuhr ja selbst R12GS, inzwischen nur noch Harley. Mir kommen die Reifen dem Namen nach bekannt vor, stehen aber nicht auf meiner Einkaufsliste. Warum, zeigt sich später: Alles Notlösungen, um einen halbwegs geländetauglichen Reifen in 19″ und 17″ für Reiseenduros zu bekommen. Meine KTM hat aber die „richtigen“ Enduroradgrößen 21″ und 18″, da gibt es diese Reifen nicht.

Bei Roeschwoog folge ich wieder kruz dem Navi. Essen fassen. Die Krone13 macht erst abends auf, ebenso der Hirsch an der Ecke, der letztes Mal so gut war. Dann eben der Rebstock. Ist eben Platz 3 von 3, aber auch ganz in Ordnung. Und schnell. Noch kurz durch die deutschen Shoppingtouristen auf dem Weg zum Outlet gewurstelt und ab gen Lauterbourg. An der Grenze ungewöhnlich viel Militär mit Automatikwaffen, aber raus lassen sie jeden. Zur Versöhnung höre ich dann noch ein Mal aufs Navi, daß mich nicht in Kandel, sondern wurstelig in Dorschberg auf die Autobahn schicken will. Angesichts der LKW-Schlange voraus aber konsensfähig. Neureut überrascht uns noch mit einer gesperrten Ausfahrt, dann ist es aber geschafft. Vorm Haus schnell das Gepäck runtergrissen und hochgetragen, dann das wohlverdiente Bad. Geregnet hat es übrigens kaum, zwei kurze Schauer, die man auch in Leder trocken überstanden hätte. Dafür schüttet es in der Nacht sintflutartig. Aber wir sind daheim…

Fazit: Vogesen wäre schöner gewesen. Bei passendem Wetter. Über 200km auf der Bahn runterzureißen sind kein Spaß, aber irgendwie meditativ.

256km in 4h54 abzüglich 1h31 Pausen

Gesamtfazit: Ja, deutlich besser als die letzte lange Tour. Weniger (Tages)kilometer, mehr Rast mit besserem Timing. Das rettet den Tag. Etwas mehr ginge, nur darf dann nichts passieren und genau diese zusätzliche dreiviertel Stunde ist dann zäh. Regenklamotten kommen künftig immer mit, auch wenn einem Membranklamotten anderweitig verführen wollen. Gut, je nach Wetterlage, meinetwegen. Mehr spontan bleiben, mehr Papierkarte. Echt. Tolle neue Gegenden entdeckt, die allesamt einer genaueren Bereisung harren. Gefahren sind wir knapp 2500km im Gegensatz zu den 3800km bei der Cevennentour. 3 Tage weniger, aber auch einige Tage mit mehr Wandern als Fahren. Besser so.

 

Hier wie immer der Stand von vor der Reise:

Nach derzeitigem14 Stand der zweite Anlauf, der hoffentlich klappen wird. Ursprünglich für den Sommer geplant mit einer Woche Zeit. An- und Abreise auf der Bahn quer durch die Schweiz. Samstags direkt nach der Arbeit los bis Lörrach, um nicht völlig alle in der Ferienwohnung anzukommen. Rückweg mit einem Tag Reserve. Aber dann wurde das ganze ungeschriebene, weil nie stattgefundene Geschichte. Bei locker 5 Tagen Regen am Ziel dankten wir der kostenlosen Stornomöglichkeit der Unterkünfte und trieben uns stattdessen in den Vogesen und im Pfälzer Wald rum. Aber das ist eine andere Geschichte.

Im September soll es nun klappen. Zwei Wochen Urlaub am Stück und Annette, die es nach Umbrien zieht, überlegte, ob man das noch dranhängen könne. Stattdessen der Alternativplan, wenn es schon zwei Wochen Motorradreise sein dürfen: Statt mautpflichtig die Schweiz zu durcheilen gemütlich diese umfahren. Durch Frankreich, das passt immer. Ca. 200km am Tag sollten den Stress niedrig halten. Gut, in der ersten Etappe darf es mehr sein wegen dem Autobahnanteil und zwischendrin ist es auch mal länger, aber es wird passen. Immerhin musste ich gefühlt in der vergangenen Woche alles durchbuchen, da natürlich just die schönsten Unterkünfte am schnellsten voll sind dadurch auch so manche längere Tagesetappe bedingt ist. Jetzt fehlt nur noch die Zustimmung vom Wetter.

Zustimmung gab es zwischezeitlich von anderer Seite: Wir bekommen beide den 2.10. frei. Der Montag vor dem Feiertag, damit zwei Tage mehr Zeit.

Hier also der Plan derzeit:

  • Sonntag, 17.09.2017 Erst mal weg! Auf der französischen Autobahn bis Mömpelgard15 ins Hotel Balance. Das liegt direkt am Rande der Altstadt, die bei entsprechend früher Ankunft in Augenschein genommen wird.
  • Montag, 18.09.2017 Grob entlang der Doubs zum Jura. Tagesziel Hotel de la Couronne etwa auf der Höhe von Genf. Unser Favorit ist leider ausgebucht, liegt aber auch am Rückweg.
  • Dienstag, 19.09.2017 Die ersten richtigen Highlights der Alpen führen uns bis zum Mont Cenis und dort ins Hotel Malamot. Leider ist diese Etappe etwas länger, dafür die am nächsten Tag etwas kürzer. So gesehen wäre eine Übernachtung in Tigne oder Val d’Isere geschickter, aber bei weitem nicht günstiger. Mal abgesehen von den Ausblicken auf die benachbarten Bettenburgen dort.
  • Mittwoch, 20.09.2017 Morgens noch ohne Gepäck am Lac de Mont Cenis rumschottern, um dann gemütlich die kurze Strecke zum B&B Valle Orco abzureiten. Klingt nach einem Plan.
  • Donnerstag, 21.09.2017 Erste Rundtour, gewissermaßen. Hoch zum Colle di Nivolet bis zum Ende der Straßen. Ein bißchen rumwandern und wieder zurück ins B&B. Diese Runde wäre in der ursprünglichen Planung die längste Tagestour gewesen, die geschickt gewählte Übernachtung spart Zeit und Kilometer.
  • Freitag, 22.09.2017 Ankunft in Aosta im Au Petit Chevrot. Ja, das ist auch noch Italien. Mittlerweile 😉 Auch eine eher kürzere Etappe, weshalb wir gerne noch eine der Stichstraßen am Eingang des Aosta-Tals mitnehmen werden.
  • Samstag, 23.09.2017 bis Dienstag, 26.09.2017 Tagestouren im Aostatal. Wem das nichts sagt, dann helfen vielleicht die Berge auf die Sprünge, die man dort bewundern kann: Mont Blanc und Matterhorn.
  • Mittwoch, 27.09.2017 Ohne die Runde durchs Susa-Tal geht es direkt über den Kleinen St. Bernhard zurück nach Frankreich. Das Logis La Montagne ist einfach eine Übernachtung am Wegesrand, um die Etappe nicht zu lang werden zu lassen.
  • Donnerstag, 28.09.2017 Südlich vom Genfer See auf schönen Pässen rumturnen. Vielleicht den Länderpunkt einsammeln und knapp an Genf vorbei abkürzen. Übernachtung dann im Au Coer du Lapidaire im Jura. Das ist die auf der Hinfahrt ausgebuchte Unterkunft, die Annette unbedingt haben wollte.
  • Freitag, 29.09.2017 Irgendwie immer wieder in der Nähe der Doubs bis zum Hotel Barrey. Das entspannt ein wenig die Notwendigkeit, bis Colmar oder so durchziehen zu müssen. Hier enden auch die Buchungen, je nach Laune und Wetter gibt es dann Indian Summer in den Vogesen oder was immer.
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  1. für uns []
  2. Das letzte Volltanken war auf der Fahrt von Sparone nach Aosta []
  3. nicht booking.com, sondern die eigene []
  4. d.h., was auch mit Sprachansage ausgestattet ist und im Falle eines ungeplanten Abbiegens auch neu berechnet wird []
  5. eigentlich eine Aufzeichnung []
  6. für Garminnutzer: Als Zwischenziel sogar, weil am Navi geplant. Warum das ignoriert wurde, ist unverständlich []
  7. also eine Minute zu früh []
  8. was von Anfang an so angezeigt wurde []
  9. Sieben []
  10. Motorschutz muß weggeklappt werden []
  11. storniert haben wir schon vor drei Tagen []
  12. mit Messer und Gabel übrigens []
  13. leckerster Flammkuchen []
  14. 30.07.2017 []
  15. Montbelliard, hieß wirklich mal so []

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