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20050915-Drei-Zinnen-Runde

Länge: 9km

Dauer: 5h

Anstieg: 515m

Absteig 515m

Track: 20050915_Drei_Zinnen.zip

Nach der Anstrengung am Vortag war erst einmal ausgiebiges Frühstück angesagt gewesen. Immerhin waren wir wieder etwas erholt, konnten wir doch lange schlafen. Als leichtes Schmankerl zwischendurch sollte es nun also die überlaufene touristisch gut erschlossene Dreizinnenrunde geben. Wir nahmen es so locker, daß ich anfangs sogar vergaß, das GPS einzuschalten und so ein knapper Kilometer vom Weg fehlt.

Die erste Schwierigkeit tauchte bei der Anfahrt auf: Ich erinnerte mich, an der Mautstelle für die Zufahrtstraße damals mit dem Motorrad so umgerechnete 10DM gezahlt gehabt zu haben. Klar, daß Autos mehr kosten. Aber so viel mehr nach nur 4 Jahren? Den genauen Betrag habe ich inzwischen verdrängt, aber wenn man das hier liest, wird er eh wieder gestiegen sein. Wenn man dann den übervollen Parkplatz sieht, bedenkt, daß schon viele bereits wieder weggefahren sind an dem Tag oder erst noch kommen werden, das im Kopf multipliziert… dann ist der Unterhalt der Straße entweder ein Milliardenprojekt oder die Lizenz zum Gelddrucken. Aber es soll hier ja um die Wanderung gehen!

Vom Rifugio Auronzo am Parkplatz starteten wir ostwärts gegen den Uhrzeigersinn. Der Weg, den man auch durchaus befahren könnte, fällt leicht ab und so erreichten wir nach einer knappen Viertelstunde bereits die kleine Kapelle. Immer weiter folgten wir dem Weg 101, der dann kurz vor dem Paternsattel (2454m, 2,5km, 1h) die Fahrstraße verlässt. Hier bekamen dann auch die Touristen erstmals Schwierigkeiten, die ob des breiten Weges in Sandalen und Stöckelschuhen losgezogen waren. War der Weg auch schon vorher nicht zu verfehlen, weil von vielen bunten Punkten (Touristen) markiert, so sieht man spätestens an der Passportenscharte bereits den Wendepunkt der Tour. Bald war die Dreizinnenhütte (2405m, 4,3km, 1:40h) auch erreicht. Wie kalt das Wasser in den Bödenseen war konnten wir auf die Entfernung nicht erkennen, auch wenn der Nacktbader darin wohl männlich gewesen sein musste. Auch das Frankfurterwürstel ignorierten wir und stärkten uns auf der Terrasse der Hütte mit Polenta con Wurstel bzw. Schlutzkrapfen. Sehr empfehlenswert! Nur sollte man bei der Wahl des Sitzplatzes auf der Terasse auch drauf achten, nicht zu nah am ebenerdig endenden Abgasrohr des Dieselgenerators zu sitzen. Fast eine dreiviertel Stunde nahmen wir uns für die Rast.

Leicht bergab begann der Rückweg. Wir hielten uns etwas östlich des Weges 105 auf ener Variante des Dolomitenhöhenweges. Der Anfangs kaum erkennbare Einschnitt der Piano di Rienza verpasste uns zwar einen steilen Ab- und Wiederaufstieg, dafür war die Atmosphäre dort genial. Plötzlich hatten wir Ruhe vor dem Touristenstrom. Der war in diesem Teil generell geringer, scheinbar laufen alle nur den 101 hin- und wieder zurück. Mit den Sextener Dolomiten zur Rechten vollendeten wir über Col Forcellina (2232m, 6,8km, 3:50h) und Forcella Col di Mezzo (2315m, 8km, 4:50h) die Runde zum Parkplatz. Die Drei Zinnen hatten wir jetzt also aus jeder Richtung gesehen. Und gegen 18:00Uhr war das Licht bei der Aussicht vom Parkplatz nochmal richtig schön.

Eine leichte Runde mit leckerer Einkehrmöglichkeit und tollen Aussichten.

Drei ZinnenAussichtDreizinnenhütteAussicht 2

Diese Seite findet sich unter Wandern/Tourberichte/Italien und Reisen/2005: Dolomiten.

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